Nach der Vereinbarung über die Zukunft der Radlerspur auf der Eisenbahnbrücke über die Elbe bei Wittenberge und dem sporadischen Fährbetrieb beim Kinderfest in Wahrenberg, gibt es innerhalb kürzester Zeit den nächsten Vorstoß der Elbanrainer, etwas näher zusammenzurücken.

Schönberg l Zwischen Schönberg Deich und Gnevesdorf soll es am Sonntag, 3. August, von 10 bis 16 Uhr eine Fährverbindung insbesondere für Radfahrer geben, mit der die Initiativgruppe "Solarfähre" testen will, wie ein entsprechendes Angebot von Touristen, aber auch von Einheimischen angenommen wird, die mit Hilfe des Wasserweges eine Abkürzung am Elberadweg hätten und sich mit der gewonnenen Zeit sozusagen mehr von der "Gegend" erschließen könnten, mit der so gern um Besucher geworben wird. Die lockere Interssenvertretung, die sich aus Vertretern von Verwaltungen, Kommunen und Tourismusexperten beiderseits der Elbe rekrutiert, verkündete die Pläne gestern auf Schönberger Seite, wobei sich die Vorsitzende des Seehäuser Wirtschaft- und Tourismusausschusses über die große Medienresonanz aus Sachsen-Anhalt und Brandenburg freute.

Ein Solarboot ist dabei

Susanne Bohlander gab auch einige Einzelheiten des Schnuppertages preis. Unter anderem, dass der Lenzener Bürgermeister und Unternehmer Christian Steinkopf sein Solarboot an diesem Tag zur Verfügung stellt und Verstärkung von den Feuerwehren aus Wittenberge, Seehausen und vom THW mit je einem Boot aus den Hochwasserschutztruppen bekommt. Um die 20 Radler sollen so mit ihren Drahteseln in einem Schwung übersetzen können, ohne sich wie in einer Sardinenbüchse eingesperrt zu fühlen. Die Kapazität halten die Organisatoren insbesondere vor, um keine allzu langen Wartezeiten aufkommen zu lassen.

Außerdem können die Fähren auf Zeit wegen des Naturschutzgebietes nicht auf dem kürzesten Weg über die Elbe, sondern müssen erst etwa 1,8Kilometer bis Gnevesdorf zurücklegen. Das macht zwar die Bootstour attraktiver, geht aber auch auf Kosten der (Warte-)Zeit. Letztere will die Initiativgruppe mit etwas Kulturprogramm sowie einem Imbiss und Erfrischungen zumindest auf der Schönberger Seite verkürzen. In dem Zusammenhang ließ Susanne Bohlander durchblicken, dass sich auch andere Einrichtungen, wie die Schäferei Schuster in Beuster, entlang des Elberadweges auf verstärkten Zulauf an diesem Tag einrichten.

Kosten nicht unerheblich

Die Pläne einer dauerhaften Verbindung mit einer Fähre, die zu einem Großteil umweltfreundlich betrieben würde, harren indes noch auf Fortschritte. Neben den bürokratischen Widerständen, die sich in dem länderübergreifenden Projekt (Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Bund) auftun, sind die größten Hürden eine Investsumme von mindestens 100000 Euro für die Fähre. Gleiches gilt für den Betrieb der Elbquerung, die sich die Kommunen nicht aufbürden können, sondern gern einem Trägerverein oder einem Geschäftsmann überlassen.