Es macht auf 38 interessante Veranstaltungen Mitte Oktober aufmerksam: das druckfische Programmheft für die am 13. Oktober beginnenden Osterburger Literaturtage.

Osterburg l Neben dem Gesicht des wohl bekanntesten Gastes der traditionellen Veranstaltungsreihe, dem in Moskau geborenen und in Berlin lebenden Schriftsteller Wladimir Kaminer ("Russendisko"), ziert die Zeichnung einer Siebtklässlerin das Titelbild des mit einer Auflage von 2500 Exemplaren gedruckten Programmheftes. Lea Thüring gewann mit ihrer Idee, einen interessiert lesenden blonden Jungen mit großer Brille darzustellen, den von der Stadt- und Kreisbibliothek ausgelobten Wettbewerb, sich mit Vorschlägen an der Gestaltung des Heftes zu beteiligen.

Das Organisations-Team, bestehend aus Anette Bütow, Leiterin der Osterburger Stadt- und Kreisbibliothek und den Mitarbeiterinnen Danuta Ahrends, Marion Patitz und Anna Radtke, konnte wieder zahlreiche Autoren für die Osterburger Literaturtage, die vom 13. bis 26. Oktober stattfinden werden, gewinnen. Die liebevoll genannten Olita, die sich zu einem Aushängeschild der Hansestadt entwickelten und die eine überregionale Bedeutung ausstrahlen, wie Bürgermeister Nico Schulz bei der gestrigen Vorstellung des Programmheftes stolz bemerkte, bieten wieder jede Menge Altbewährtes. "Wir versuchen jede Altersgruppe einzubinden", sagte Anette Bütow.

Uli Wittstock schaut in die Kochtöpfe

Insofern darf sich der Nachwuchs in den Tagesstätten und Schulen auf Lesungen und Theaterstücke freuen. Ebenso stand für die Organisatoren schon vor Beginn der 16. Auflage fest, dass sie mit der Frauenlesenacht und dem Celtic-Abend auf fest etablierte Veranstaltungen setzen. Letztere zählt zu den finalen Parts der Literaturtage und geht am 24. Oktober über die Bühne. Und zwar dieses Mal im Saal der Stadtverwaltung. "Die Nachfrage wird stets größer", weiß Danuta Ahrends zu berichten, weshalb der Umzug vom "Kanzler" in das Verwaltungsgebäude erfolgt. "Dort ist Platz für etwa 150 Personen", fügt Anette Bütow hinzu. Das Quartett von "Dhalias Lane" wird an diesem Abend zusammen mit dem Club Altmärkischer Autoren nicht zum ersten Mal zu den Literaturtagen unterhalten. Auch für andere Künstler ist die Biesestadt nicht neu: So führen "T T Wollner" ein Beatles-Programm auf, "Rose Georgi" gehen mit Fünft- und Sechstklässlern auf eine "Löwenhochzeit" und Uli Wittstock wagt einen Blick in die mitteldeutschen Kochtöpfe, worauf sich Bütow und Ahrends besonders freuen. Der Magdeburger bereicherte die Eröffnung der letztjährigen Auflage "und kam super an". Apropos Eröffnung: Am 13.Oktober wird Kultusminister Stephan Dorgerloh im Saal des Verwaltungsgebäudes erwartet. Ist dieser Termin Einladenden vorbehalten, ist ein anderer bereits ausverkauft: Wladimir Kaminer liest am 14. Oktober aus seinem Buch "Es gab keinen Sex im Sozialismus".

Karten zu diversen Veranstaltungen gibt es ab Montag in der Osterburger Stadtverwaltung; die Hefte liegen dort wie auch an anderen Orten aus.