Königsmark (nim) l Zum Landschaftsschutzgebiet (LSG) "Altmärkische Wische" hat sich am Dienstagabend der Königsmarker Ortschaftsrat positioniert. Dabei stimmten die Ortspolitiker einmütig für das LSG. Trotz der klaren Stellungnahme pro Schutzgebiet kamen aber auch die Befürchtungen zur Sprache, die viele Landwirte mit einer dauerhaften Einrichtung des LSG verbinden. Nach Angaben von Torsten Werner gibt es unter den im Gebiet ansässigen Landwirten vor allem die Sorge, dass in einem Landschaftsschutzgebiet "Altmärkische Wische" die Graben- und Gewässerpflege zurückgefahren wird. Mit der Konsequenz, dass das Territorium sich zu einem Feuchtgebiet zurück entwickelt. Für die Königsmarker Ortschaftsräte scheint diese Sorge allerdings eher unbegründet. Denn nach den vorliegenden Unterlagen über das Schutzgebiet werde definitiv nicht an der Unterhaltung der Gräben und Gewässer gerüttelt, waren sie sich einig.

Hinter einer zweiten Sorge vieler Landwirte bleibt aber weiter ein Fragezeichen. Denn ob in der Zukunft unter möglicherweise veränderten politischen Konstellationen die Bestimmungen und Regelungen im Landschaftsschutzgebiet "Altmärkische Wische" verschärft werden, konnten die Königsmarker Ortspolitiker aus heutiger Sicht nicht seriös einschätzen und beantworten.

Klarer fielen dagegen die Gründe aus, die nach ihrer Ansicht für das Schutzgebiet sprechen. Neben dem Erhalt der reizvollen Wische-Landschaft könne durch das LSG auch verhindert werden, dass in dem Territorium Windkraftanlagen errichtet werden.

Schweinemast-Erweiterung wird nicht verhindert

Gleiches gelte für neue Massentierhaltungsanlagen, stellten die Königsmarker Ortspolitiker heraus. Illusionen gaben sich die Räte in diesem Punkt aber nicht hin: An den Erweiterungs-Pläne, die der Niederländer Adrian Straathof mit seiner schon in Wasmerslage bestehenden Mast verbindet, dürfte auch das Landschaftsschutzgebiet "Altmärkische Wische" nichts ändern.

Trotzdem sprachen sich die Königsmarker Politiker geschlossen für das Schutzgebiet aus. Heute Abend ist das LSG Thema im Osterburger Verwaltungsgebäude. Dort dürfte sich der Stadtrat für oder gegen das Landschaftsschutzgebiet positionieren.