Während der Rentnerweihnachtsfeier im Vorjahr überlegten sich Königsmarkerinnen, sich regelmäßig zu Handarbeiten zu treffen. Der "Club der flotten Maschen" war geboren.

Königsmark l Beim ersten Treffen nach der Festwoche anlässlich der 850-Jahr-Feier ist das Mitwirken des "Clubs der flotten Maschen" beim Dorffest eines der Gesprächsthemen bei den Handarbeiterinnen. Sie sind in der sonst üblichen Neuner-Runde zwar nicht vollzählig, doch guter Dinge, was den Verkaufserfolg betrifft.

"Unsere Mützen sind der Renner gewesen", sagt Ulla Wartenberg, als die Volksstimme den Nadel-Seniorinnen bei ihrem Treff auf die flinken Finger sieht. "Topflappen, Fensterbilder, Pullover und Schals gingen auch. Aber die Nachfrage nach Socken war riesig, daran hatten wir nicht gedacht." Sie hätten auch ein Ortswappen für das Jubiläum sticken sollen, aber dazu sei die Zeit zu kurz gewesen. "Es wäre die Arbeit für mindestens ein Jahr", meint Ulla Wartenberg.

Geschenke an die Heilpädagogische Stätte

Das mit den Socken soll sich nun ändern. "Also werden wir für den nächsten Basar, einen Termin haben wir noch nicht, aber der kommt bestimmt, Socken in Serie stricken", blickt Ulla Wartenberg voraus und kommt noch einmal auf das Dorffest zurück: "Den Erlös aus dem Verkauf - es waren 168 Euro und ein paar Cent - haben wir der Kindertagesstätte gespendet. Was an Häkel- und an Stricksachen übrig geblieben war, haben wir Bewohnern der Heilpädagogischen Einrichtung geschenkt; die haben sich sehr darüber gefreut, man sah es ihnen an. Und wir wollten ja nichts mit nach Hause nehmen."

Die Idee, sich gemeinschaftlich zu Handarbeiten zusammen zu finden, sei bei der Rentnerweihnachtsfeier im Vorjahr entstanden, berichtet Petra Iglodan. Acht gleichgesinnte Frauen und drei Mädchen hatten sich daraufhin im Januar zum ersten Mal im Dorfgemeinschaftshaus getroffen. Man wollte nicht nur beim Karten- und beim Würfelspiel gesellig zusammen sitzen. "Die Mädchen wollten häkeln lernen, hatten dann aber nicht die Ausdauer und kamen nicht mehr", sagt Gerda Peller. "Für uns Ältere ist diese Beschäftigung gut, da haben wir etwas Sinnvolles zu tun und Unterhaltung, denn wir sitzen ja nicht stumm da, und zu erzählen gibt es immer etwas." Petra Iglodan wird praktisch: "Das ist ja auch für einen guten Zweck." Ute Gerstenkorn, Elke Moser und Renate Melms, die in Rengerslage wohnt, stimmen dem rückhaltlos zu. Zum Club gehören ferner Edith Pause, Brigitte Dressel und Hannelore Albrecht.

Alle drei bis vier Wochen trifft man sich in gemütlicher Runde. Dann klappern die Nadeln, man spricht über Muster, geeignete Wolle, Stickgarn und begutachtet gegenseitig fertige Arbeiten.