Osterburg (igu) l Der Herbst zeigt sein Gesicht - und vielleicht können die Osterburger Grundschulkinder auf einer ihrer Touren durch die Natur auch den Igel in Augenschein nehmen, der nun auch an den Tagesstunden aktiver ist. Gestern und heute stand das stachlige Kleintier im Mittelpunkt eines Projektes, dem sich die 54 Mädchen und Jungen der zweiten Klassen der biesestädtischen Hainschule widmeten. In vier Räumen und in vier Gruppen aufgeteilt, ging es um Deutsch- und Rechenaufgaben, aber auch um Geschick beim Basteln.

Igelprojekt stand an der Schultafel eines Raumes; und Pädagogin Susanne Bartels las mit den Kindern im eigens für das Projekt gedachten Igel-Buch, in dem der Nachwuchs von den Abenteuern von Eddi erfuhr. In einem anderen Zimmer waren bereits kleine Kunstwerke zu bewundern. "Darf ich ihn schon essen?", fragte Antonio Lehrerin Susanne Bernhardt, die ihn erst einmal vertrösten musste. "Morgen könnt ihr sie mitnehmen." Bis dahin bleiben die essbaren Igel im Klassenraum; auch als Anschauungsobjekt für die anderen Schüler. Die Zweitklässler wählten eine Birne als Körper für das stachlige Wesen, das anschließend Schokoguss erhielt und natürlich sofort zum Reinbeißen einlud - aber noch war der süße Igel nicht fertig. Mandelstifte dienten als Stachel, und Smarties ersetzten die Augen. Und am Ende waren alle stolz auf ihre selbst gefertigten Birnen-Igel.

Bastelarbeiten aus Papier

Geschicklichkeit war auch bei Carmen Eggert und Erika Kahrmann gefragt; bei ihnen entstanden die Tiere aus Papierstreifen. Mehr nachdenken mussten die Zweitklässler bei Lehrer Torsten Körner: Aber die Kinder lösten die "tierischen Rechenaufgaben" mit Bravour. "Sie haben heute zum ersten Mal mit der 100 gerechnet und es schon sehr gut umgesetzt", lobte der Pädagoge den Nachwuchs.

Auch am heutigen Freitag widmet sich die Schülerschar ihrem tierischen Freund, wird im logischen Denken gefordert, erfährt natürlich auch einiges über den Igel und seiner Lebensweise und stellt bei Susanne Bernhardt lechere Spießer aus Obst und Schokolade her. Und dann dürfen auch die BIrnen-Igel verspeist werden. Die beiden Projekttage waren natürlich ganz nach dem Geschmack der Kinder, die hoffen, dass sie bald einem "richtigen" Igel begegnen werden.