Rossau (nim) l Der Finanzausschuss befasste sich während seiner jüngsten Sitzung mit den Einnahmen und Unterhaltungskosten der Dorfgemeinschaftshäuser. Rossaus Ortspolitiker betrachten dies mit Argwohn. Trotzdem Finanzausschusschef Michael Handtke (CDU) bekräftigte, keinesfalls eine Schließung der Begegnungsstätten ins Auge zu fassen, bleiben bei ihnen Zweifel. Auch bei Bernd Drong. "Wenn wir in die Konsolidierung rutschen, werden die Dorfgemeinschaftshäuser ganz schnell dicht gemacht", ist sich der Ortsbürgermeister sicher.

Die Zweifel und Sorgen könnte nur bannen, "wenn endlich Nägel mit Köpfen gemacht und die Einnahmesituationen in den Gebäuden verbessert werden", macht der Ortschef deutlich. Drong ist überzeugt, dass sich die Kostenschere auf diese Weise auch im sehr gut besuchten und intensiv genutzten Dorfgemeinschaftshaus seines Ortes ein wenig schließen könnte. "Aber natürlich nicht ganz, wir werden auch zukünftig auf Zuschüsse angewiesen sein. Wie alle anderen Dorfgemeinschaftshäuser ebenso", sagte der Bürgermeister.

Ihm und seinen Rossauer Ratskollegen schwebt dennoch eine separate Betrachtung sämtlicher Begegnungsstätten vor. Sie sollen ein Stück weit von einer intensiven Nutzung und den dazu gehörigen Einnahmen profitieren, "in dem ein gewisser Prozentsatz dieser Mittel zweckgebunden für das entsprechende Gemeinschaftshaus aufbewahrt wird. Sind dann in dem jeweiligen Objekt Reparaturen oder Renovierungen nötig, können Gelder aus dem entsprechenden Topf fließen, regen die Rossauer an. Dass derartige Investitionen immer mal wieder anstehen und dann auch nach Möglichkeit in die Tat umgesetzt werden, steht für die Rossauer außer Frage. "Denn damit Einwohner sie wirklich nutzen oder beispielsweise für eine Feier pachten, müssen die Begegnungsstätten attraktiv bleiben. Sonst werden wir keine Einnahmen erzielen können", zeigte sich der Rossauer Ortsbürgermeister überzeugt. Drong hofft, dass eine Überarbeitung der jeweiligen Gebührensatzungen nicht lange auf sich warten lässt. "Eigentlich müsste man jetzt sofort daran arbeiten. Schon allein deshalb, um die Ängste um die Schließung der Bürgerhäuser aus der Welt zu schaffen", gab der Rossauer Ortschef abschließend zu verstehen.

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