32 Ausflügler aus Osterburg und Umgebung haben gemeinsam den Brocken bestiegen.

Osterburg l Lange nicht hat sich der Herbst so herrlich von seiner Wetterseite gezeigt wie in diesem Jahr. Er lud direkt zum Wandern ein. 32 Ausflügler aus Osterburg und Umgebung hatten sich aufgemacht, um dem Brocken im Harz auf den Gipfel zu steigen. Die Fahrt war von Monika Werner aus der Biesestadt organisiert worden; es sei bereits der fünfte Ausflug auf Sachsen-Anhalts höchsten Berg in Folge gewesen, berichtete sie der Volksstimme, die sich der Fahrt angeschlossen hatte.

Per Bus von einem Goldbecker Reiseunternehmen, das die vergangenen vier Ausflüge bedient hatte, ging es bis Schierke. Dort begann die Kraxelei, wobei drei Strecken in verschiedenen Schwierigkeitsgraden zur Auswahl standen. Die Wege waren nicht eben, sondern zum Teil sehr steinig und steil; gut beraten war, wer Nordic-Walking-Stöcke zur Unterstützung sowie gefüllte Wasserflaschen dabei hatte. Jeweils zwei bis drei Stunden hatte man für Auf- und Abstieg bis auf den beziehungsweise vom 1142 Meter hohen Gipfel einkalkulieren müssen.

Gipfel erinnerte an einen Ameisenhaufen

Dort oben war es wie auf einem Ameisenhaufen. Das gute Wetter hatte während des Tages wohl mehr als 1000 Wanderlustige zum Brockenbesuch animiert, wobei auch die Kremser ständig voll besetzt waren und die Harzer Schmalspurbahn (Brockenbahn) vor allem auf dem Rückweg mehr als voll ausgebucht war. Für die Brockenläufer war der Rückweg erneut eine Herausforderung; hier wurden Knie- und Hüftgelenke mehr als auf dem Weg zum Gipfel beansprucht.

Zu diesen anspruchsvollen Touren hatte Monika Werner stets ihren Freundes- und Verwandtenkreis eingeladen. Die vorherigen hatten immer zwischen Weihnachten und Neujahr stattgefunden. "Aber wir wollten die Landschaft mal in einer anderen Jahreszeit kennenlernen", sagte die Osterburgerin, "und da war das schöne Wetter in diesem Herbst gerade dazu angetan." Die erste Fahrt seinerzeit hätte man mit Pkw gemacht, da es aber immer mehr Interessierte wurden, sei daraus eine Busreise geworden, mit fast immer dem gleichen Fahrer. "Die Idee stammt eigentlich vom damaligen Pfarrer unserer katholischen St. Josef-Gemeinde Wolfgang Huber, der Brockenwanderungen von seinem früheren Wirkungsort Köthen aus unternommen hatte", erzählte Monika Werner.