Osterburg (igu) l Die gelbe Tonne ersetzt die gelben Säcke. Noch bis Ende dieses Jahres werden die Leichtverpackungen mit dem Grünen Punkt in den Säcken entsorgt. Der Nachfolger in Form der Tonne wurde in Osterburg bereits ausgeliefert.

"Es läuft alles nach Plan", resümiert Madlen Gose, Geschäftsführerin der ALS Dienstleistungsgesellschaft. Die Erstverteilung in der Einheitsgemeinde ist abgeschlossen. In der Vorwoche begann die zuständige Cont-Trans Entsorgungs GmbH mit dem Änderungsdienst: Überzählige gelbe Tonnen wurden wieder eingesammelt und fehlende werden nachgeliefert. Da die Tonnen mit Transponder ausgestattet sind und mit dem Grundstück "verheiratet" werden, können Änderungen gleich während der Massenverteilung nicht berücksichtigt werden, gibt Gose zu bedenken.

Mit diesem Wechsel von eher anfälligem Material auf die robustere schwarze Tonne mit dem gelben Deckel, die 240 Liter umfasst, ändert sich auch der Entsorgungs-Rhythmus: Ab kommenden Jahr gilt dann vier Wochen anstatt alle 14 Tage. Die Termine werden in dem Abfallkalender 2015 veröffentlicht, der Mitte Dezember an alle Haushalte, Gewerbetreibende und öffentliche Einrichtungen über die Postkästen verteilt wird. Die veränderten Bedingungen sorgen bei den Einwohnern jedoch nicht für Irritationen. Bei den Anrufen, die die ALS entgegen nimmt, würde es sich größtenteils um Fragen um die Nachverteilung beziehungsweise um den nachträglichen Abzug von Tonnen handeln, wie die Geschäftsführerin informiert. "Zur Befüllung oder Bereitstellung der Tonnen oder zum Abfuhrrhythmus gibt es kaum Nachfragen."

Zusätzliche Behälter bei Mehrfamilienhäusern

Die neue Regelung sorgt für kleinere Probleme bei den Anwohnern in Mehrfamilienhäusern. Denn die 240-Liter-Tonnen werden grundstücksbezogen und nicht haushaltsbezogen ausgegeben. Weil die gemeinschaftliche Nutzung teilweise jedoch problematisch ist, beispielsweise wegen der Bereitstellung am Straßenrand, werden zusätzliche Tonnen geordert.

Dass die Abfälle volumensparend in die Tonne eingefüllt werden sollen, sollte jedem Bürger klar sein. Ebenso, dass die Verpackungen lose in die Tonnen zu füllen sind. "Wer jedoch im Haushalt eine Tüte oder einen Beutel oder einen Sack nutzen möchte, sollte transparente nutzen. Der Müllwerker muss bei der Sichtkontrolle vor Schüttung der Tonne die Verpackungsabfälle sehen können, um eine Fehlbefüllung auszuschließen", erklärt Madlen Gose.