Wahrenberg l Wenn sich der Investor an die Spielregeln der einschlägigen Baugesetzgebung halten würde, wäre das Votum eher zweitrangig. So hat das Votum zumindest eine gewisse Signalwirkung, obwohl sich die Abgeordneten um Bürgermeister Hans-Joachim Hildebrandt eigentlich nur den derzeitigen Tatsachen anpassen mussten. Denn auch vom Landkreis bekommt der Werbener Landwirt derzeit kein grünes Licht.

Gründe dafür sind diverse Unstimmigkeiten, die von einem nicht genehmigten Bau (die Anlage ist zum Großteil trotzdem schon errichtet) bis zu ungeklärten Eigentumsfragen auf dem besagten Gelände reichen. Neu ist das Thema weder für den Rat noch für die Anwohner, die sich bei einer Bürgerversamlung im August über das Vorgehen schon Luft gemacht hatten, aber trotzdem nicht grundsätzlich gegen diese Art der alternativen Energieerzeugung waren. Zumal der Investor zusicherte, nur Rindergülle und -stalldung sowie nachwachsende Rohstoffe als Mais- oder Getreide-Ganzpflanzen- und Grassilage, aber keine Abfälle vor Ort vergären zu wollen.

Fernwärme bleibt vorerst ein Wunschtraum

Überdies war den Wahrenbergern zu günstigen Konditionen Fernwäre als Abfallprodukt der Stromerzeugung aus Methangas in Aussicht gestellt worden (wir berichten). Allerdings hatte der Investor schon im Sommer selbst eingeräumt, dass er wegen seines flotten Baufortschrittes wohl Schwierigkeiten bekommen würde.

Endgültig ist das Nein der Kommune wohl nicht. Aber dazu müsste das Genehmigungsverfahren erst einmal in trockenen Tüchern sein.