Die Hansestadt Osterburg hat nun endgültige Planungssicherheit: Denn gleich für mehrere Vorhaben gibt es finanzielle Unterstützung.

Osterburg l Die (Bau-)Aussichten für das kommende Jahr sind recht günstig. Die Einheitsgemeinde will bekanntlich mit dem in der Innenstadt gelegenen August-Hilliges-Platz das zentrale Areal aufwerten. Und auch kommunale Gebäude werden in den Fokus gerückt und dürfen sich zumindest auf eine Teilsanierungskur freuen.

Letzteres trifft auf zwei nebeneinander liegende Häuser zu, die sich in der Burgstraße befinden. Und aufgrund ihres direkt angrenzenden Standortes zum historischen Rathaus bereits als künftige Amtsstuben auserkoren sind.

Hohe Energiekosten

Ziel von Einheitsgemeinde-Bürgermeister Nico Schulz ist es, die Verwaltung an einem Ort zu konzentrieren. Und da die in Nachbarschaft liegenden Objekte sich in kommunaler Hand befinden und auch keine Mieter vor die Tür gesetzt werden, bietet sich eine Erweiterung am Rathaus an. Mit einer neuen Verwaltungsstruktur würde zudem das große Gebäude in der Ernst-Thälmann-Straße seine Aufgabe verlieren.

Die Einheitsgemeinde unterhält für ihre 33 Verwaltungsmitarbeiter zwei Häuser. Was sich auch auf die Kosten auswirkt: Allein die Bewirtschaftungskosten für den Sitz in der Ernst-Thälmann-Straße betragen rund 60000 Euro pro Jahr. Der größte Anteil daran sind Energiekosten; sicherlich auch der schlechten Wärmedämmung geschuldet. Eine Sanierung der ehemaligen SED-Kreisleitung würde eine siebenstellige Summe nach sich ziehen. Schon immer war es ein Anliegen des Einheitsgemeinde-Bürgermeisters, die komplette Verwaltung im Rathaus unterzubringen, was mit den Nachbar-Objekten möglich sei. Und mit der Fördersumme immer wahrscheinlicher wird.

Insel für den Hilliges-Platz

Denn für das Bauprojekt in der Burgstraße gibt es ähnlich wie bei der realisierten Sicherstellung des Lies-Hauses in der nördlichen Breiten Straße eine 100-prozentige Förderung. Ziel von Nico Schulz ist es, mit den Arbeiten im kommenden Jahr zu beginnen. Dann könnten sich beide Fachwerk-Häuser, die sich nicht mehr im besten Zustand befinden, mit einer neuen Außenhülle inklusive Dächern und Fenstern schmücken. Der Innenausbau sollte nach den Plänen der Stadt mit der Städtebausanierung - für diesen Bereich sind ein Drittel der Gesamtkosten zu tragen - erfolgen.

Der kürzlich in die Verwaltung geflatterte Fördermittelbescheid beinhaltete auch die Unterstützung des Hilliges-Platzes vor der Stadtpassage. Eine als Dreieck angelegte rund 200 Quadratmeter große grüne Insel, ein als Laufband diagonal über das Areal geführter Fußweg, beidseits Bepflanzungen und natürlich eine Freifläche sollen künftig das Bild des Platzes bestimmen.