Jutta Schwarzer aus Rindtorf nutzte die Einwohnerfragestunde der Sitzung des Verbandsgemeinderates Arneburg-Goldbeck, um mit Blick auf bestehende und künftige Windkraftpläne in der Wische einen Appell an die Ratsmitglieder zu richten.

Goldbeck l "Für die Altmark wird mit dem Slogan ,Grüne Wiese mit Zukunft` geworben. Aber um diese grüne Wiese wird mir angst. Unsere Region droht immer mehr mit Windrädern zugestellt zu werden", begann Schwarzer ihre Ausführungen. Wie die Rindtorferin weiter ausführte, sei sie nicht grundsätzlich gegen Windkraft. So könne sie mit den bestehenden Windparks leben. Auch eine Verdichtung dieser Flächen sei aus ihrer Sicht akzeptabel. "Angst macht mir jedoch, dass weitere Teile der Verbandsgemeinde mit Windgeneratoren bebaut werden könnten. Ich habe den Eindruck, dass hier ein Wettbewerb unter den Gemeinden läuft."

Die Rindtorferin verglich Sachsen-Anhalt mit Bayern und Baden-Württemberg. In diesen südlichen Bundesländern sehe man so gut wie keine Windkraftanlagen. Warum werde die Nutzung der Windkraft so unterschiedlich verteilt, fragte die Rednerin.

Trumpf spricht von ein bis zwei zusätzlichen Flächen

An den VG-Rat richtete sie die Frage, welche Windflächen entstehen sollen - zusätzlich zu den bestehenden Flächen. Verbandsgemeindebürgermeister Eike Trumpf verwies auf den Regionalen Entwicklungsplan Altmark (REP), der grundsätzlich Auskunft gebe über Windkraft-Eignungsgebiete. Darüber hinaus gebe es Einheits- und Verbandsgemeinden, die sich mit der Frage beschäftigen, was über die im REP vorgesehenen Windenergie-Flächen hinaus noch möglich wäre. Auch die VG Arneburg-Goldbeck sei dabei einen eigenen Teilflächennutzungsplan "Wind" zu erstellen. Zwei Gemeinden hätten sich bereits gegen weitere Flächen ausgesprochen. Dort würde die Erfassung der in Frage kommenden Gebiete nicht weiter verfolgt. Trumpf: "Ich glaube nicht, dass es zur Ausweisung vieler neuer Flächen kommen wird. Vielmehr geht es um die Abrundung bestehender Gebiete. Eventuell kommen ein bis zwei Flächen hinzu." Dies, so Trumpf weiter, hätte sich allerdings im Fall der Ausweisung des Landschaftsschutzbietes Altmärkische Wische erledigt.

Jutta Schwarzer appellierte an alle Ratsmitglieder, bei ihren Entscheidungen zum Thema Windkraft die Altmärkische Wische im Blick zu haben. Im Falle der Ausweisung weiterer Windflächen würde diese einmalige Landschaft für immer verändert.