Osterburg (nim) l In Sachen Breitbandnetz gilt die Einheitsgemeinde Osterburg landesweit als Vorreiter. Während nahezu sämtliche Dörfer komplett mit einem leistungsfähigen Breitbandnetz ausgestattet sind, können manche Bewohner der Kernstadt und der Ortschaft Zedau gegenwärtig von Geschwindigkeiten von 50000 Kilobit pro Sekunde aber nur träumen. Eine auch für Bürgermeister Nico Schulz unbefriedigende Situation, selbst eingreifen und den Ausbau des Netzes in der Kernstadt beispielsweise mit Fördermitteln unterstützen sei für die Kommune in diesem Fall aber nicht möglich.

Fördermittel sind keine Option

"Bei der Erschließung des ländlichen Raumes konnten wir auf beträchtliche Fördergelder des Landes zurückgreifen, da die Investitionen in das Breitbandnetz für Anbieter wie die Telekom sonst wirtschaftlich nicht darstellbar gewesen wären. Für Osterburg selbst sieht das aber anders aus", erklärte Nico Schulz.

Der Bürgermeister zeigte sich trotzdem zuversichtlich, dass Unternehmen in absehbarer Zeit selbst die Initiative ergreifen könnten, um auch sämtlichen Bewohnern der Kernstadt leistungsfähige Breitband-Anschlüsse anzubieten. Seine Einschätzung fußt aus der Beobachtung, dass ein Unternehmen seine Aktivitäten im Stadtgebiet zuletzt verstärkt hat. Gut möglich, dass der eine oder andere Breitband-Anbieter deshalb demnächst mit eigenen Anstrengungen und Investitionen in Osterburg nachzieht.