Seehausen l Eine etwa 16 mal 30 Meter große Halle im Gewerbegebiet an der Arendseer Straße in Seehausen wurde in der Nacht zum gestrigen Sonntag ein Opfer der Flammen.

Das Feuer an dem Gebäude, das in zweiter Reihe steht und von den Einsatzkräften deshalb vor allem von hinten erreicht wurde, brach kurz nach 3Uhr aus. Die Einsatz-Leitstelle Stendal alarmierte die Feuerwehren der Alandstadt, aber auch aus den Nachbarorten Krüden und Geestgottberg. Zur materiellen Unterstützung rückte später noch die Feuerwehr-Technische Zentrale aus Arneburg an. Erste Meldungen gingen anfangs noch davon aus, dass der Aldi-Markt brennt, was sich aber nicht bestätigte.

Die knapp 40 Brandbekämpfer, die mit neun Fahrzeugen vor Ort waren, konnten den Totalschaden zwar nicht mehr verhindern, wohl aber ein Übergreifen des Feuers auf die Nachbargrundstücke. Die Restlöscharbeiten zogen sich laut Einsatzleiter Nico Horak bis in den späten Vormittag hin. Wichtige Dienste leistete dabei ein Bagger der Seehäuser Firma DTF (Dienstleistungen im Telekommunikations- und Freileitungsbau), der den Rest der einsturzgefährdeten Decke einriss, damit die Blauröcke die letzten Glutnester ohne Gefahr für Leib und Leben erreichen konnten.

Eine ältere Dame, die auf dem Grundstück lebte, wurde sicherheitshalber, aber offenbar unverletzt ins Diakoniekrankenhaus gebracht.

Die Brandursachenermittler der Stendaler Kriminalpolizei nahmen gestern Vormittag umgehend ihre Arbeit auf. In und auch neben der Halle lagerten unter anderem Holz und Holzverarbeitungsmaschinen. Erste Schätzung gehen nach dem Großbrand von einem Sachschaden in Höhe mehreren 1000 Euro aus.