Der Biedermeier-Christmarkt in Werben, der am 13. und 14. Dezember 2014 seine 11. Auflage erlebte, war ein voller Erfolg. Wahrscheinlich wurden einmal mehr Besucherrekorde gebrochen. Das spült auch wichtiges Geld in die Vereinskasse des Arbeitskreises Werbener Altstadt.

Von Andreas Puls

Werben l Mit-Initiator Werner Eifrig, Vorsitzender des Arbeitskreises Werbener Altstadt (AWA), geht davon aus, dass zum 11. Biedermeier-Christmarkt so viele Besucher gekommen sind wie nie zuvor.

"Am Samstag war es schon sehr voll, aber am Sonntag platzte der Kirchplatz dann fast aus allen Nähten. Einen Anteil daran hatte sicher die Sendung des MDR-Fernsehens am Sonnabend. Diese hat offenbar zahlreiche Leute dazu bewogen, am Sonntag spontan nach Werben zu kommen - nicht wenige zum ersten Mal. Das Wichtigste: Es gab viele positive Resonanzen - auch wenn zumindest am Samstag die schlechte Parkregelung in Werben für etwas Chaos sorgte." Natürlich, so Eifrig weiter, habe auch das ausgesprochen gute Wetter seinen Anteil an der hervorragenden Besucherresonanz gehabt.

Für den AWA und nicht zuletzt für die Stadt Werben ist dieser Erfolg auch sehr wichtig. Denn die Einnahmen, die zumindest der AWA aus der Veranstaltung erzielt, fließen vollständig in den Erhalt der historischen Bausubstanz von Werben. Der AWA hat in den zurückliegenden Jahren eine Reihe historischer Häuser vor dem Verfall bewahren und an Käufer vermitteln können. So wird ein aktiver Beitrag zur Bewahrung und Verschönerung der Werbener Altstadt geleistet.

"Fachwerkgiebel würde die Alte Schule deutlich aufwerten"

Werner Eifrig, Vereinsvorsitzender

Die beiden wichtigsten Bauten, denen sich der AWA bereits seit längerem widmet, sind das leerstehende Wohnhaus Fabianstraße 26 und die direkt am Kirchplatz gelegene Alte Schule. Wie Eifrig erläutert, gilt das Fachwerkhaus Fabianstraße 26 als eines der ältesten erhaltenen Wohnhäuser Werbens. Der AWA plant, dieses zu erhalten. Es soll Besuchern als Anschauungsobjekt dienen, wo gezeigt wird, wie die Menschen früher gelebt haben. Richtig zur Sache gehen könnte es in absehbarer Zeit an der Alten Schule. Der Westgiebel des zweistöckigen Gebäudes ist völlig marode. Große Risse durchziehen das Mauerwerk und gefährden das Gebäude. "Wie uns der Bürgermeister informiert hat, besteht die Möglichkeit, ein Förderprogramm für die Sanierung des Giebels in Anspruch zu nehmen. Die Förderung könnte bis zu 80 Prozent betragen. Dadurch ergibt sich für uns möglicherweise die Gelegenheit, den Giebel in Fachwerkbauweise wieder herzurichten. Dies wiederum würde zu einer deutlichen optischen Aufwertung des Kirchplatzes führen, der ja wiederum der Hauptveranstaltungsort für die Werbener Biedermeiermärkte ist", erläutert Eifrig.

Der Vorsitzende unterstreicht jedoch, dass dies noch nicht vom Verein Arbeitskreis Werbener Altstadt beschlossen wurde. Beraten werde über dieses Thema voraussichtlich während der nächsten Mitgliederversammlung des AWA Ende Januar.