Nach dem die beteiligten Parteien verbal abgerüstet hatten, konnte Ende des vergangenen Jahres die Zukunft beziehungsweise der Bestand der Gedenkstätte Stresow bei Aulosen, die an das ehemalige Grenzdorf und an die langjährige innerdeutsche Teilung erinnert, gesichert werden.

Auslosen l Alles andere wäre wohl auch schwer zu "verkaufen" gewesen, nachdem sich das Grenzlandmuseum Schnackenburg für das Areal engagiert und in den vergangenen Jahren umfangreiche Investitionen getätigt wurden, die von einem Stück originalgetreuem Grenzzaun, über einen Gedenkstein, Sitzgelegenheiten und Informationstafeln bis zu befestigten Parkplätzen und umfangreicher Baumbepflanzung reichen. Dazu ist das Areal mit einer Straße erschlossen.

Flächen befinden sich in privater Hand

Das Problem an der Sache ist, dass das betreffende Stück Land Teil eines Flächenverkaufs durch die Boden-Verwaltungs- und Verwertungs-Gesellschaft (BVVG) an einen Landwirt vor Ort (Marko Schlaack) war und damit inzwischen in privater Hand ist, erklärte Verbandsgemeindebürgermeister Robert Reck auf Nachfrage. Reck hat neben den Mitarbeitern der Liegenschaftsabteilung des Rathauses und Alandbürgermeister Hans-Joachim Hildebrandt sozusagen auch seine Aktien an den Verhandlungen. Und erinnert sich daran, dass es schließlich nicht so schwer war, sich mit dem neuen Landeigentümer zu einigen. Dass der Landwirt auf eine Regelung drängte, sei nachvollziehbar. Und das habe nicht nur etwas mit dem Pachtzins zu tun. Denn die Gedenkstätte, die diesen offiziellen Status eigentlich gar nicht genießt, wird von geschichtsinteressierten Leuten ebenso besucht wie von Naturfreunden, die das Grüne Band entlang des früheren Grenzstreifens erkunden.

Öffentliches Areal sorgt auch für Verpflichtungen

Was wiederum gewisse Anforderungen an Ordnung, Sicherheit sowie Unterhaltung des Areals und damit auch Kosten nach sich zieht.

Die Vorstellungen, so Reck, lagen am Ende jedenfalls nicht weit auseinander. Und auf beiden Seiten gibt es auch den Willen, die Stätte der Erinnerung und Mahnung an den alten Grenzsperrstreifen unbedingt zu erhalten.