Königsmark l Das Wetter war viel zu schön für eine Baujagd - alle Füchse unterwegs, stand für die Organisatoren in Königsmark fest.

Um so erstaunlicher, dass am Ende doch 14 Füchse zur Strecke gebracht wurden. Hegeringsleiter Sven Laaß hatte bei der 12. revierübergreifenden Jagd den Hut auf. Dennis Reichstein aus Königsmark war schon bei der ersten Baujagd 2004 der erfolgreichste Jäger und wollte es wieder wissen. Auch Jule Uigschies aus Bad Oldesloe gehört zu den treuen Teilnehmern. Sie machte zum zehnten Mal mit und brachte zwei Füchse zur Strecke. Sie hatte so viel Werbung für Königsmark gemacht, dass sogar Freund Hans Jorgensen aus Dänemark anreiste.

Aber auch die Bundesländer Brandenburg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen waren vertreten. Hundeprüfungen gab es diesmal keine. Punkt acht Uhr morgens ging es im Raum des Feuerwehrgerätehauses mit Sicherheitsbelehrung und Reviereinteilung los: 45 Jäger und Hundeführer teilten sich die Gebiete Seehausen, Vielbaum, Krüden, Schönberg, Beuster, Losenrade, Wendemark, Berge, Königsmark, Wasmerslage, Wolterslage, Rengerslage, Osterburg, Calberwisch, Iden und Hindenburg. 30 Hunde spürten Füchse auf. Jüngste Teilnehmerin war die zehnjährige Lea, die ihren Opa Wolfgang Weißkopf als Hundeführerin begleitete. Der Rathenower Oliver Peipe, der nach Bernd Haßstedt die Trophäe bekommen hatte, brachte außerdem wieder seinen Steinadler mit. "In Beuster sind wir abgesoffen", berichtete Mario Voigt aus Bornstedt/Börde, der immerhin einen Steinmarder erlegte. "Wölfe wurden nicht gesichtet", ergänzte Joachim Lemme aus Iden, der darauf anspielte, dass Isegrimm um Haldensleben unterwegs sein soll. "An einem Bau machten wir zweieinhalb Stunden Einschläge, um den Hund rauszukriegen", schilderte Sven Laaß die Bemühungen in seiner Gruppe, "ein Hund wurde geschlagen, ist aber nach tierärztlicher Versorgung wieder auf den Weg der Besserung." Bosco von Krahnpfuhl aus Remkersleben/Börde war der Geschlagene.

Seit der zehnten Baujagd bekommt der erfolgreichste Jäger die Trophäe Gläsener Fuchs. Patrick Klappschuss aus Kleinau hatte sich den Kristallfuchs mit drei Füchsen, zwei Marderhunden und einem Waschbären verdient. Hegeringsleiter Sven Laaß war mit dem Ergebnis zufrieden: Insgesamt 14 Füchse, ein Dachs, zwei Marderhunde, ein Waschbär und ein Steinmarder gingen auf das Konto der Teilnehmer.

Zwei Bläsergruppen dabei

Fuchs tot, Marderhund tot, Hallali hieß es letztlich dank Dobbruner Bläsergruppe und Wischebläser. Mit drei Jahren war Oskar Kiebach aus Meseberg der jüngste unter den Bläsern. Papa André Schwanke gab allerdings den Ton an.

Zum Abschluss bedankte sich der Organisator noch bei dem 1. Vorsitzenden der Jägerschaft, Dieter Smyrek. Nach Waidmanns Heil und Waidmanns Dank löste sich die Formation auf. Nach einem wunderbaren Jagdtag, wie Sven Laaß betonte, gingen die Jäger beim Gulasch zum gemütlichen Teil über. Dabei konnten sich die Gäste die Pressespiegel der vergangenen Jahre noch einmal in Ruhe ansehen, die Helge Reichstein zwischen Tannengrün angeordnet hatte.

 

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