Gladigau l Zum traditionellen Neujahrsempfang des Altmärkischen Heimatbundes begrüßte dessen Vorsitzender Norbert Lazay am Sonnabendvormittag im Dörpschen Krug in Gladigau Vertreter von kooperativen Vereinen, Einzelmitglieder und Gäste.

Dabei betonten der Landrat des Altmarkkreises Salzwedel, Michael Ziche, der 2. Beigeordnete des Landkreises Stendal, Sebastian Stoll, und die Bürgermeisterin der Einheitsgemende Bismark, Verena Schlüsselburg, die langjährige Verbundenheit der Kommunen mit dem Heimatbund zur Förderung des Heimatgedankens und der Brauchtumspflege. Saskia Luther als Vertreterin des Landesheimatbundes erwähnte besonders den Verdienst der Heimatfreunde in der Altmark bei der Pflege der plattdeutschen Sprache.

"Es gibt gute Projekte, auch wissenschaftlicher Art, die wir auf den Weg brachten und weitere Ideen sicher auch noch verwirklichen werden, die sich mit dem Thema Heimat beschäftigen", so Ziche unter anderem. "Wir dürfen auch diejenigen nicht vergessen, die ihre Heimat verlassen mussten. Die Altmark war immer Zufluchtstätte für Flüchtlinge. Das sollten wir in der gegenwärtigen Situation nicht außer acht lassen."

200. Bismarck-Geburtstag

Mit dem zentralen Thema des Vormittags, die Würdigung des 200. Geburtstages Otto von Bismarcks und der in wenigen Wochen beginnenden Bundesgartenschau entlang der Havel, beschäftigte sich die Geschäftsführerin des Tourismusverbandes Altmark, Mandy Hodum, in ihrem Vortrag "Bismarck, Buga, Buchsbaum". Die Idee zu den drei großen "B" sei bereits 2010 entstanden, so Hodum. "Das ist in der Altmark ein großes Thema, das lohnt zu vernetzen", führte sie aus. "So entstand zum Beispiel die Bismarck-Route mit thematischen Bausteinen in 13 Zielorten, unter anderem mit Ausstellungen im Altmärkischen Museum in Stendal und im Burgmuseum Tangermünde sowie mit mehreren geplanten Veranstaltungen in der Bismarck-Stiftung Schönhausen."

Ebenfalls seit 2010 kooperiere der Tourismusverband Altmark mit dem Buga-Zweckverband. Unter anderem hinsichtlich der verschiedenen Routenangebote - zum Beispiel für aktiven Wander-, Rad- und Reittourismus - zwischen den fünf Buga-Standorten in zwei Bundesländern über 80 Kilometer entlang der Havel mit Hinweisen auf die mit Gütesiegeln versehenen Beherbergungsstätten.

Gladigau wird 777 Jahr alt

Ein weiteres Thema sei der Buchsbaum in Kooperation mit Garteninitiativen in Sachsen-Anhalt und Brandenburg, beispielsweise in der gemeinsamen Präsentation des "Gartens der Gärten".

Lazay erinnert an einige spezielle Jubiläen und wies auf Termine im Arbeitsplan des Altmärkischen Heimatbundes hin. Das sind im Besonderen die Fachtagung zu Ernst Wollesen am 18. April in Werben, das Dorffest 777 Jahre Gladigau vom 5. bis 7. Juni, das Altmärkische Heimatfest vom 3. bis 5. Juli in Schönhausen und eine Veranstaltung anlässlich 25 Jahre Landesheimatbund.

Anfragen und Informationen seitens der Besucher betrafen unter anderem das Dorftheater Gladigau und altmärkische Flurnamen.

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