Seehausen l Am Sonntagnachmittag wurde das Geheimnis um das erste eigene Logo der Verbandsgemeinde Seehausen bei einem feierlichen Akt in der Aula der Gemeinschaftsschule gelüftet (wir berichteten). Die Gitarrengruppe "feelstimmig" und eine Gruppe der Lindenpark-Tagesstätte sorgten für unterhaltsame Zwischentöne.

Ralf Engelkamp vom federführenden "Atelier offen" aus Krevese ließ die Gäste im Saal am ehrgeizigen Engagement der Arbeitsgruppe Kultur teilhaben und vermittelte so auch einen Eindruck davon, welche und wie viele Gedankenspiele zum Logo mit Wiedererkennungswert und in dem Zusamenhang auch zur neuen Image-Broschüre der Verbandsgemeinde geführt haben.

Demnach steht das rote Quadrat für die Hansestadt Seehausen, um das sich die Gemeinden Altmärische Wische (hellgrün), Altmärkische Höhe (dunkelgrün), Aland (hellblau) sowie Zehrental (dunkelblau)ranken. Das V ist das Zeichen für Verbandsgemeinde. Die grünen Verlängerungen, um die sich die Elbe schlängelt, stehen für das Landschaftsprofil in aller Vielfalt von der Höhe bis zur Wische.

Grußwort von Bodenstein

Wer in dem Fluss den Aland erkennen will, darf das ruhig, so Engelkamp, der in die beiden Kirchtürmen auch nicht zwangsläufig St. Petri sieht, sondern als Interpretation auch die Kirchenvielfalt der Region zulässt. Die Pforte mit dem Rundbogen ist dagegen ein Hinweis auf die Straße der Romanik, die auch durch die Altmark führt.

Wie "vielseitig und vielfältig" die Region ist, zeigt die Broschüre, deren Layout das Logo und dessen Farben auch bestimmen. Das Heft im A4-Format, das nicht nach Orten, sondern Themen geordnet ist und keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, beginnt ausnahmsweise mal nicht mit dem Grußwort eines Verwaltungsbeamten, womit Verbandsgemeindebürgermeister Robert Reck offenbar sehr gut leben kann. Die ersten Zeilen gehören dem Seehäuser Hans-Peter Bodenstein, der schreibt:

"Hier ist nicht anderswo,

ganz anders als irgendwo

und so geseh`n, wie nirgendwo.

Unsere Tische sind gedeckt, die Tore für Sie offen.

Die Image-Broschüre, die vorerst in einer Auflage von 1000 Stück gedruckt wurde und vom Veranstaltungskalender 2015 im gleichen Design komplettiert wird, liegt auch für Einheimische im Rathaus und in der Stadtinfo aus.

Übrigens: Die Seehäuser und die Einwohner der Umlandgemeinden bekamen Logo und Broschüre am Sonntagnachmittag gar nicht so exklusiv präsentiert, wie sie vielleicht glaubten. Die Feuertaufe erlebten beide nämlich bereits drei Tage vorher bei der Grünen Woche. Dort soll das neue Image gut angekommen sein.

   

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