Seit die Gemeinde Zehrental gebildet wurde, führten die freiwilligen Feuerwehren am Sonnabend zum vierten Male in Groß Garz ihre gemeinsame Jahreshauptversammlung durch.

GroßGarz l In der Gaststätte Schulz trafen sich dazu Vertreter der rund 200 Kameradinnen und Kameraden, darunter 110 aktive Kräfte, des AusrückebereichesVI. Zu diesem gehören die Orte Lindenberg, Jeggel, Groß Garz, Deutsch, Gollensdorf, Drösede und Bömenzien.

Ausbildung genoss auch 2014 Priorität

Die Versammlung stand unter der Leitung des Bereichsleiters, Brandmeister Norman Schulze, der auch die Funktion des Stellvertretenden Verbandsgemeindewehrleiters ausübt. Nach der Begrüßung und der Bekanntgabe der Tagesordnung verlas er seinen umfangreichen und gut strukturierten Bericht.

In dem kam zum Ausdruck, dass die gemeinsamen Ausbildungen Priorität genießen. Dazu zählen unter anderem die Beherrschung der Digitalfunktechnik, eine Verkehrsunfallübung, die Wasserentnahme aus offenen Gewässern oder aus örtlichen Brunnen. Besonders die nicht angekündigte Waldbrandübung in Bömenzien, die landkreis- und länderübergreifend gestaltet war (die Volksstimme berichtete), zählte zu den großen Veranstaltungen, bei der das Zusammenspiel von wasserführenden Fahrzeugen überprüft und getestet wurde. Kompetenzrangeleien wegen einer angeblich fehlenden Unterschrift bei dieser großangelegten Übung durch den Verbandsgemeinde-Wehrleiter wurden entkräftet.

Bei seinen Besuchen in den Ortsfeuerwehren kam der Brandmeister zu folgendem Schluss: "Die Ausrüstung, die beschafft wurde und wird, wird von gut ausgebildeten und motivierten Kameraden bedient". Zufrieden zeigte er sich auch damit, dass das alte Fahrzeug der Feuerwehr Groß Garz, das 2014 durch ein LF 16/12 ersetzt wurde, nach Bömenzien kam. Dadurch konnte im Gerätehaus von Bömenzien Platz geschaffen werden für ein dringend benötigtes Maß an Arbeitssicherheit. Die Beschaffung der technischen Ausrüstung und des Bekleidungsbedarfes wurde parallel abgewickelt.

Vera Heinz seit 50 Jahren in den Reihen der Feuerwehr

Rund 20000Euro wurden in den vergangenen vier Jahren in Bekleidung und Ausrüstung (ohne Fahrzeugbeschaffungen) investiert. Die bei der Jahresüberprüfung festgestellten baulichen Mängel an den Gerätehäusern in Groß Garz und Gollensdorf sollen in Verbindung mit dem Bauamt möglichst schnell beseitigt werden.

Dass bei den Überprüfungen Bürgermeister Uwe Seifert stets dabei war, wurde lobend hervorgehoben. Die Kürzung des sogenannten Kameradschaftsbeitrages wurde von den Mitgliedern der Wehr mit Irritation wahrgenommen. Ob der Kreisfeuerwehrverband am Ende allen etwas bringt, wurde angezweifelt. "...daher mahne ich dazu an, das Geld nicht so zu verteilen, dass jeder mal dran ist, sondern zur Verteilung an jene, die die Bereitschaft zur Verbesserung durch Veränderungen erkennen lassen", so Norman Schulze. Im Anschluss zeigten die einzelnen Ortswehrleiter in ihren Berichten auf, wo es Probleme gibt und was als positiv gewertet werden kann.

Die für diesen Abend geplante Berufung von Falk Butnop zum Leiter der fusionierten Wehren Jeggel und Lindenberg sowie von Stephan Zeihe zum Wehrleiter von Deutsch musste verschoben werden, da der eingeladene Bürgermeister der Verbandsgemeinde Seehausen verhindert war.

Insgesamt 24 Kameradinnen und Kameraden wurden für ihre langjährige Mitarbeit geehrt. Die höchste Auszeichnung gab es für die Groß Garzerin Vera Heins, die sich seit 50 Jahren für die Brandbekämpfer engagiert. Im Alter von 35 Jahren war die ehemalige Postangestellte in die örtliche Feuerwehr eingetreten.

   

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