Osterburg l Zu ihrer Jahreshauptversammlung trafen sich die Mitglieder der Interessengemeinschaft (IG) Heimatgeschichte der Hansestadt Osterburg in dieser Woche im Café Behrends. Dazu begrüßte IG-Vorsitzender Erhard Schmitz bsonders Margot Passlack und Gudrun Köhnke als neue Mitglieder. Der Gruppe gehören nun 43 Heimatfreunde an.

"Wie doch die Zeit vergeht", sagte Schmitz und nannte ein paar Jahreszahlen aus der Vergangenheit. Vor 200 Jahren wurde eine bedeutende Persönlichkeit der deutschen Geschichte, Fürst Otto v. Bismarck, geboren. 1925 wurde das Schullehrerseminar aufgelöst und die so genannte Aufbauschule gegründet, die ab 1926 zum Markgraf-Albrecht-Gymnasium wurde. Das Osterburger Kreismuseum, zuerst mit Sitz in den oberen Räumen der heutigen Stadt- und Kreisbibliothek, feiert in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag. 2016 jährt sich die Bildung Osterburgs zur königlich-preußischen Kreisstadt zum 200. Mal.

"Blicken wir nun auf 2014 zurück, so war es für uns nicht langweilig", so Schmitz weiter. "Bei unserem Neujahrstreffen in Havelberg besichtigten wir nicht nur das Prignitzmuseum und den Dom, sondern gewannen auch eine Vorahnung von dem, was die Bundesgartenschau in der Stadt in den kommenden Monaten ihren Besuchern bieten wird. Nicht nur die Vorstellung des Gladigauer Dorftheater "Not mokt erfinderisch" war ein Hörgenuss für die Freunde des altmärkischen Platt, sondern auch das Plattdeutschtreffen mit einem tollen Programm anlässlich des 20. Bestehens der Osterburger Plattschnackergruppe." Helga Albert, bis damals deren Leiterin, bedauerte: "Leider war es auch eine Abschiedsvorstellung, denn wir haben uns als Gruppe aufgelöst."

Erhard Schmitz ließ durchblicken: "Der Landesheimatbund (LHB), dem wir als IG angehören, will in diesem Jahr erstmals ein Plattdeutschtreffen der Generationen organisieren. Es soll in der Börde stattfinden. Wenn es erfolgreich wird, könne 2016 ein weiteres Treffen in der Altmark, vielleicht sogar in Osterburg, stattfinden."

Beliebt bei den Heimatfreunden seien auch solche Veranstaltungen wie das Pelltüffeleten und die Grünkohlwanderung gewesen. Unter Federführung des LHB und der Uni Magdeburg fand erneut ein Plattdeutsch-Vorlesewettbewerb der Schulen in Osterburg statt. Eine thematische Tagung zu Albrecht dem Bären hatte der Altmärkische Heimatbund (AHB) in Werben organisiert. Zum Thema "100 Jahre 1. Weltkrieg" war im Kreismuseum eine Ausstellung zu sehen; im September hatte eine Tagung zu dieser Thematik unter dem Motto "Die Heimat im Krieg" stattgefunden.

Am 18. April soll Werben wieder Tagungsort sein - das Treffen gilt dem lange in Werben als Pfarrer tätig gewesenen Chronisten Ernst Wollesen und den Hohenzollern in der Altmark. Im Juni und Juli stehen zwei Fahrten zur Buga zur Auswahl. Für den 3. Juli ist in Schönhausen eine Tagung zu Otto v. Bismarck mit anschließendem Chorkonzert in der dortigen Kirche geplant. Das Pelltüffeleten findet am 5. August im "Ratskeller" statt. Klaus D. Voigt wird im Rahmen der Osterburger Literaturtage am 14. Oktober im Café Behrends lesen. Die Mitgliederversammlung des Altmärkischen Heimatbundes ist für den 7.November nach Bretsch einberufen. Mit der Grünkohlwanderung am 21. November endet das Arbeitsjahr der IG.

Schmitz dankte den Vorstandsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit. Heimatfreund Werner Muhl beantragte, den Berichten von Erhard Schmitz und Schatzmeisterin Annette Schmarsow zuzustimmen, was auch einstimmig geschah.