Die Tourismus-Ausschüsse der Verbandsgemeinde und der Hansestadt Seehausen diskutierten jüngst über die Beschilderung an den für die VG relevanten Abschnitten am Elberadweg.

Seehausen l Der Elberadweg wurde wieder einmal als der beliebteste Radweg Deutschlands ausgezeichnet. Gibt es trotzdem ein Manko auf dieser Strecke, die auch einige Kilometer durch die idyllische Naturlandschaft der Verbandsgemeinde Seehausen führt?

"Bei der Beschilderung besteht Handlungsbedarf", betont Dirk John, Vorsitzender des Tourismus-Auschusses der VG Seehausen bei der Sitzung am Donnerstagabend, als auch die Mitstreiter aus der Hansestadt Seehausen im Ratssaal Platz nahmen und gemeinsam diskutiert wurde. Einige Wegweiser hätte der Radweg sicher nötig, legten sich Mitglieder in der Runde fest. Beispielsweise wüsste der abseits der Ortschaften radelnde Tourist häufig nicht, an welchen Dörfern er gerade vorbeifährt. Die Pedalritter genießen die Landschaften. "Aber davon haben wir ja nichts", sagt Susanne Figueiredo. "Wir müssen sie zu uns führen." Für sie müsste der Elberadweg, der unter anderem nur unweit der Orte Schönberg, Beuster, Wahrenberg und Wanzer vorbei führt, noch mit einigen Wegweisern versorgt werden.

Bürgermeister Neumann: Kein Schilderwald

Eine entsprechende Liste mit in Frage kommenden Stellen sollte die Arbeitsgemeinschaft Kultur zeitnah erarbeiten. Gerlinde Windhöfer berichtete von einem jüngsten Beispiel: Ein Ehepaar, das von Wahrenberg aus Wanzer anpeilte, um den dortigen Backtag zu besuchen, hätte nicht auf Anhieb die richtige Route gefunden.

Für Seehausens Bürgermeister Detlef Neumann "könnten ein paar Schilder aufgestellt werden". Allerdings möchte er wie an vielen Straßen einen Schilderwald verhindern und plädiert eher dafür, die Strecke mit Wegweisern sinnvoll zu ergänzen.

Der Elberadweg, der 2014 bereits zum zehnten Mal in Folge von Mitgliedern des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) zum beliebtesten Radfernweg in deutschen Landen gewählt wurde, weise jedoch nicht nur bei der Beschilderung Schwachstellen aus. Von eher weniger attraktiven Bereichen berichtete Seehausens Verbandsgemeinde-Bürgermeister Robert Reck, der selbst gern mit dem Fahrrad auf Achse ist. Er nannte den Übergang von Wittenberge kommend als negatives Beispiel. "Wie können wir den Mangel beheben?" Beide Ausschüsse, die auch künftig in gemeinsamen Sitzungen über Problemfelder diskutieren wollen, waren sich einig, Fördergelder zu beantragen. Eventuell bestünden Chancen, über das Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept (ILEK) Gelder zu erhalten, die dann in die touristische Infrastruktur fließen könnten.