Osterburg l Die Vorstandsarbeit im vergangenen Gartenjahr und die finanzielle Situation des Vereins standen im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Mitglieder der Kleingartensparte "Aufbau" am Freitagabend im Saal der Osterburger Stadtverwaltung. Über ersteres referierte die Vereinsvorsitzende Ute Pahl, über zweites informierten Schatzmeisterin Yvonne Schmidt und der Vorsitzende der Revisionskommission, Lothar Meier.

Was die Vorstandstätigkeit betraf, so waren die Schwerpunkte ziemlich die gleichen, die seit Jahren das siebenköpfige Gremium beschäftigen. Beispielsweise ging es um die Vergabe freigewordener Gärten und den Abschluss von Pachtverträgen mit den neuen Nutzern, die Aufnahme neuer Mitglieder - 2014 kamen 19 Gartenfreunde neu hinzu -, die Bearbeitung von Kündigungen und Bauanträgen, Beräumung verwahrloster Gärten, Auseinandersetzungen mit Zahlungssäumigen von Pacht- und Elektrogebühren, Teilnahme am Gartenwettbewerb des Kreisverbandes der Gartenfreunde und der Volksstimme - der 3. Platz in der Kategorie über 100 Gärten im vergangenen Jahr -, die Organisation des Gartenfestes und vieles mehr.

Verstöße gegen Ordnung

Derzeit hat der Vorstand 280 Gartenfreunde in seiner Mitgliederliste. Von den 347 Gartenparzellen sind 279 verpachtet. Um dem Leerstand entgegenzuwirken, werden eine ganze Reihe als Zweitgärten genutzt, 29 suchen einen neuen Nutzer, zwölf werden von Mitarbeitern der Stendaler Akademie Facultas bewirtschaftet. Die Erträge dieser Gärten kommen Sozial- und Kindereinrichtungen zugute. "Was uns fehlt, sind vor allem weitere junge Familien, die Freude an einem Kleingarten haben", machte Ute Pahl deutlich. "Noch haben wir einen verhältnismäßig geringen Anteil an verwaisten Gärten. Doch in Anbetracht der Altersstruktur unserer Mitglieder kann sich das mal schnell ändern."

Was den Vorstand immer wieder zu schaffen macht, sind Verstöße gegen Ordnung und Sauberkeit in der Anlage einschließlich gegen das Bundeskleingartengesetz. Manche Gartenfreunde missachten das Verbot von festen Feuerstätten in ihren Lauben, verwandeln leer stehende Gärten in Mülldeponien und entsorgen ihren Unrat auf an die Anlage grenzende Felder der Agrargenossenschaft, was wiederholt zu Ärgernissen mit dem Unternehmen führte. "Gartenkündigungen sind schriftlich dem Vorstand mitzuteilen, die Gärten sind restlos zu beräumen, einschließlich Laube und Baumbestand", machte Pahl deutlich. In ihrer Arbeit vorbildliche Gartenfreunde, auch solche, die mehr als sechs Arbeitsstunden für den Verein geleistet hatten, wurden beim vorjährigen Gartenfest ausgezeichnet. Weitere Bemerkungen machte die Vorsitzende zur Kassierung der Elektroenergiegebühren - Dank an die Kassierer -, um deren Arbeit zu erleichtern, ist ein neuer Abrerechnungsmodus eingeführt worden.

Instandsetzung von Wegen

Einen sehr detaillierten Finanzbericht über Einnahmen, Ausgaben und Guthaben sowie den Finanzplan 2015 lieferte Schatzmeisterin Yvonne Schmidt. Lothar Meier attestierte dem Vorstand: "Wir konnten einen korrekten und sparsamen Umgang mit den finanziellen Mitteln durch den Vereins feststellen."

Die Vorhaben dieses Jahres wie Ordnung- und Sauberhalten des Feuchtbiotops und des vereinseigenen Grillplatzes, die Instandsetzung von Wegen, Wegebeschilderung und Schaukästen, Arbeiten am Vereinsgebäude, Böschungsräumung am Bült- und am Stadtgraben, das traditionelle Gartenfest Anfang August und die Grobreinigung der noch freien Gärten sind bereits festgeschrieben.

In der Diskussion zu den Berichten ging es unter anderem um die Offenlegung der Aufwandsentschädigung für die ehrenamtliche Arbeit der Vorstandsmitglieder, den Rückbau der Gärten bei Kündigung, Vermüllung leerer Gärten und illegale Stromabnahme. Anschließend stimmte die Versammlung den Berichten zu und entlastete den Vorstand für das Geschäftsjahr 2014.

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