Wendemark (rfr) l Die Graskreise, über die Anfang dieser Woche in der Volksstimme berichtet wurde, sind offenbar doch kein so seltenes Phänomen und auch nicht auf bestimmte Gegenden wie den Salzlandkreis begrenzt. Nach jüngsten Zuschriften aus dem Harz meldet sich jetzt auch die Wendemarkerin Corinna Holst, die auf ihren Weiden schon vor Jahren Graskreise entdeckt hat.

Sole-Abbau und bronzezeitliche Grabstätten scheiden in dem Fall mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus. Ebenso, dass sich die Kreise durch ungleichmäßiges Ausbringen von Dünger gebildet haben könnten. Denn in dem Fall handelt es sich um eine Bio-Weide, auf der mineralischer Dünger tabu ist. Auch so genannte Geilstellen verweist die Landwirtin ins Reich der Fantasie. Denn so kreisförmig könne keines ihrer Pferde oder Rinder urinieren.

Am schlüssigsten scheint am Ende doch die Pilz-Theorie und der "Hexenring" zu sein. Die typischen Fruchtkörper müssen nicht zwangsläufig zu sehen sein, meinen auch Experten, die aber darauf hinweisen, dass das unterirdische Myzel sehr wohl wachstumsfördernde Stoffe wie Stickstoff bilden und ans Erdreich abgeben kann. Was wiederum eine Spur in der oberirdischen Pflanzenwelt hinterlässt.

Besonders gut sind die Gebilde vor allem jetzt zu sehen. Wenn die Vegetation erst in Schwung kommt, fallen die Graskreise nicht mehr auf.