Seehausen (rfr) l Der Rücklauf nach dem jüngsten Spendenaufruf der Stadt zur Unterstützung des Seehäuser Waldbades (wir berichteten) hält sich offenbar in überschaubaren Grenzen. Bis Donnerstag, informierte Bürgermeister Detlef Neumann bei der jüngsten Ratssitzung, seien 1880 Euro eingegangen. "Richtig glücklich macht mich das nicht", ließ das Stadtoberhaupt durchblicken, will die Hoffnung aber mit Blick auf den Saisonbeginn, der bislang für 1. Juni geplant ist, noch nicht ganz aufgeben. Zum Vergleich: Die Bitte um Spenden für das sanierungsbedürftige Mahnmal im Seehäuser Schillerhain brachte immerhin 1570 Euro ein.

Kleine Hoffnungsschimmer

Abgesehen davon, dass sich die Kommune mehrere 10000Euro Zuschussbedarf für die Naherholungsstätte pro Jahr eigentlich nicht leisten kann und dass die Investition in ein neues Becken in schier unerreichbarer Ferne liegt, gibt es auch immer wieder kleine Hoffnungsschimmer. Das ist derzeit die Dachsanierung des Waldbadgebäudes, die in dieser Woche allerdings schon beginnen sollten. Die Fertigstellung vor dem ersten Badetag soll aber nicht in Gefahr sein. Außerdem bekommen die Alandstädter zum Engagement der eigenen Mitarbeiter und der Mitglieder des Waldbadfördervereins jetzt auch personelle Unterstützung vom Sozialtherapeutischen Zentrum Gut Priemern.

Hilfe von Gut Priemern

Der Stadtrat ermächtigte den Bürgermeister einen entsprechenden Vertrag zu unterzeichnen, der inzwischen juristisch geprüft ist. Nicht, weil die Seehäuser befürchten, von Priemern über den sprichwörtlichen Tisch gezogen zu werden, sondern um nicht Opfer von Fallstricken zu werden, die der Gesetzgeber für beide Seiten bereithält.

Das Gut will in der Saison wochentags zwei Leute täglich vier Stunden unter Aufsicht für die Pflege des Areals abstellen. Einzige Gegenleistung: Eine Gruppe der Betreuten darf dreimal in der Woche kostenlos das Bad zum Spaß oder auch therapeutisch nutzen.