Mit der Familientechnik von Ortsbürgermeister Thomas Schermer rissen Höwischer das marode Klettergerät vom Spielplatz ab. Auch bei Mäharbeiten auf Gemeinde- und Separationsflächen kommen eigene Maschinen zum Einsatz. Ärger gibt es wegen bürokratischer Bedenken der Verwaltung gegen einen Traktorkauf.

Höwisch l "Ich bin enttäuscht, dass bei unserem Subbotnik auf dem Spielplatz kaum Eltern dabei waren, deren Kinder immer hier spielen", erklärte Höwischs Ortsbürgermeister Thomas Schermer. So seien wie üblich dieselben Akteuere zum Arbeitseinsatz gekommen, um das Dorf zu verschönern, das Dorfgemeinschaftshaus zu putzen, das Grün zu beschneiden und vor allem den Spielplatz auf Vordermann zu bringen.

So schaufelten die Männer um Schermers Bruder Christian die Betonfundemante des alten Klettergerüstes frei, die Norbert Schermer dann mit dem Tieflader heraushob und abtransportierte. "Das Gerät war über 20 Jahre alt und schon mehrfach repariert", schätzte Thomas Schermer ein. Es sei nicht mehr standfest gewesen. "Deshalb haben wir aus unserer Rücklage ein neues Gerät gekauft, das nun hier aufgestellt werde soll."

Alle Mitstreiter stärkten sich mittags nach getaner Arbeit an einem deftigen Imbiss vom Schermerhof. "Ich hoffe, dass ich meine Auslagen bei der Abrechnung in der Verwaltung ersetzt bekomme", sagte Schermer.

Er ist verärgert über die Ämter der Einheitsgemeinde Arendsee, nicht wegen seiner Auslagen, sondern wegen des Misstrauens den Ehrenamtlichen gegenüber. "Wir hatten einen Antrag auf Kauf eines Rasentraktors vom Konto der Separationsgemeinschaft gestellt", so Schermer.

Kritik: Verwaltung fehlt Vertrauen in Ehrenamtliche

Vom Arendseer Bürgermeister sei er immer wieder vertröstet worden wegen der Bedenken aus dem Liegenschaftsamt. "Aus der Volksstimme habe ich erfahren, dass unser Antragabgelehnt wird und warum", erzählte er. Denn laut Norman Klebe handele es sich bei solch einem Trecker um ein bewegliches Teil, das somit nicht nur auf den Separationsflächen, sondern auch im ganzen Ort eingesetzt werden könnte (Volksstimme berichtete).

"Dass man kein bisschen Vertrauen in uns Ehrenamtliche hat, ist eine große Enttäuschung", betonte Schermer. Schon sein Großvater und sein Vater hätten die Separationsflächen gemäht, ohne je Geld dafür zu erwarten. "Wir werden das auch weiterhin so handhaben und Benzin oder Reparaturen aus eigener Tasche bezahlen, damit es vernünftig aussieht", machte Schermer klar. "Aber wenn im Arend- seer Rathaus nur ein klein wenig von diesem Engagement vorhanden wäre - hätte sich bestimmt eine Lösung gefunden."