Seehausen (rfr) Der Waldbadförderverein Seehausen kann sich seit dieser Woche über zwei Hinweisschilder freuen, die an der B189 auf die Naherholungsstätte aufmerksam machen. Aber die beiden Schilder reißen ein großes Loch in die Kasse der gemeinnützigen Institution.

Rund 1700Euro hat der Verein von der Straßenbaubehörde für die Reklame in Rechnung gestellt bekommen. Das ist eine Menge "Holz", für den Verein, der sonst der äußerst klammen Stadt unter anderem mit Arbeitseinsätzen bei der Unterhaltung des Areals im Schillerhain hilft und fast jeden Euro in die Gestaltung des Spielplatzes neben dem Schwimmbecken steckt. Oder anders gesagt: Für 1700Euro sind 566 Tageskarten für Erwachse (doppelt so viele für Kinder) zu haben. Was wiederum in etwa dem Besucherstrom von einer Woche und mehr in einer durchschnittlichen Badesaison entspricht, die ja bekanntlich von Juni bis August nur ein Vierteljahr dauert.

Mit dem Waldbadhinweis ist den Verantwortlichen nebenbei fast im wahrsten Sinn des Wortes ein Schildbürgerstreich gelungen. Wer nicht gerade in einem Sportwagen von der Estel-Straße auf die B189 auffährt, hat jetzt Schwierigkeiten den Verkehr aus Richtung Osterburg einzuschätzen.