In der für die Konfirmation festlich geschmückten Nikolauskirche in Beuster gastierte am Samstag der Berliner Projektchor "Capella laurentia".

Beuster l In seiner Begrüßung erinnerte der Vorsitzende des gastgebenden Kirchenfördervereins, Volker Stephan, daran, dass dieser Chor schon einmal vor fünf Jahren am Himmelfahrtstag zu Gast in dem Elbdorf war. Die Verbindung zwischen Beuster und dem Chor gehe aber schon bis in das Jahr 1972 zurück, als im Kloster Drübeck eine Rüstzeit stattfand. Namen wie Christiane Schulze und die Kinder der Familie Woche aus Beuster wurden dabei lobend genannt.

Im Projektchor engagieren sich derzeitige und ehemalige Sängerinnen und Sänger der Berliner Domkantorei unter der Leitung von Wilfried Walter, der sonst selber Chorsänger in der Domkantorei ist. In kleiner Besetzung wird von dem Ensemble A-cappella-Musik vorwiegend aus der Renaissance und Barock einstudiert. Das Konzert in Beuster stand unter dem Motto "Der Geist hilft unsrer Schwachheit auf". In den Motetten und Liedern des gehörten Programms kam dies in unterschiedlicher Weise zum Ausdruck und zeigte, dass dieses Thema auch in der heutigen Zeit noch volle Gültigkeit besitzt. So enthält zum Beispiel die Pfingst-Motette von Albert Becker die Bitte, dass der Geist die Herzen der Menschen erfülle und das Feuer göttlicher Liebe entzünden werde. Dann können sich nicht trotz, sondern durch ihre Vielfältigkeit die Völker der Welt in Einigkeit versammeln. Angesichts der aktuellen Krisen ist dies als ein Zeichen großer Hoffnung zu werten.

Integriert in das Konzert waren auch Beiträge der Chorsängerin Dörte Rudolph mit ihren drei jüngsten Kindern Lucilla (6 Jahre), Rosalie (11) und Kunibert (13). Sechs jüdische Stücke Hativka und Canzoni per Sonare für Saxophon-Quartett brachten sie zur Freude der vielen Zuhörer auf ihren Blasinstrumenten zur Aufführung. Am Sonntag umrahmte der Chor auch feierlich den Konfirmationsgottesdienst in Beuster. Ein weiteres Konzert gab es dazu noch in der Klosterkirche Arendsee.

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