Ferienfreizeiten haben im Pferdesportverein Hohenberg-Krusemark eine lange Tradition. In der vergangenen Woche nutzten Kinder- und Jugendliche ihre winterliche Freizeit für das Training im Umgang mit dem und auf dem Pferd, um am Ende ein Reitabzeichen abzulegen oder "nur", um sich auf die kommende Turniersaison vorzubereiten.

Hohenberg-Krusemark. Zwölf Amazonen aus den Reihen des gastgebenden Vereins oder aus der Nachbarschaft folgten der Einladung, um unter der Leitung von Susanne Hermann (Reitschule "Reiterlebnis Rückenwind") täglich zwischen 8 und 19 Uhr Pferde zu versorgen, Theorie zu pauken sowie Dressur- und Springübungen unterm Sattel zu absolvieren. Der Ehrgeiz unter den Teilnehmerinnen, so Susanne Hermann, sei in diesem Jahr besonders groß gewesen. Dafür hätten die Mädchen auch einige "Abflüge" in Kauf genommen. Immerhin neun Nachwuchsreiterinnen stellten sich den Prüfungen zum kleinen und großen Hufeisen oder für das Reitabzeichen der Klasse vier und fünf.

Die Prüfungen wurden am Freitag im Rahmen eines Turnieres in der großen Reithalle abgenommen, das viele Eltern verfolgten und bei dem Hulk Siedersleben sowie Werner Schwarzkopf die Rolle der Richter übernahmen. Aber die Jury richtete nicht nur. Für die entsprechend eingekleideten Reiterinnen gab auch noch ein paar praktische Tipps, wie sie sportlich besser durch den Parcours kommen oder wie sie mit Höflichkeit bei den Richtern punkten können.

Susanne Hermann, selbst mit zwei Krücken gehandicapt, verfolgte das Geschehen mit Argusaugen und übernahm die Regie beim Auf- und Abbauen der Hindernisse, die beim A-Springen schon eine beachtliche Höhe erreichen, und die von allen Mädchen beherzt in Angriff genommen wurden.

Glück und Leid lagen mitunter dicht nebeneinander. Bis die Tränen getrocknet waren, sollte in den Amazonen aber die Erkenntnis gereift sein, dass ein Abwurf ebenso zum reiterlichen Alltag gehört wie ein überwundener Ochser.