Zur Jahreshauptversammlung trafen sich am Sonnabend die Mitglieder der Feuerwehren Groß Garz, Jeggel und Bömenzien in der Gaststätte Schulz. Dabei zogen die drei Ortswehrleiter eine positive Bilanz über das zurückliegende Jahr, sparten aber auch nicht mit Kritik an der immer schwieriger werdenden Finanzausstattung der Wehren.

Groß Garz. Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Verbandsgemeindewehrleiter, Norman Schulze, gaben die Wehrleiter der genannten Orte je einen kurzen Überblick über das Feuerwehrjahr 2010. Erfreulicherweise gab es in allen drei Wehren keine ernsthaften Brandeinsätze. Die Alarmierungen bezogen sich vorwiegend auf technische Hilfeleistungen wie das Entfernen von Ästen oder umgestürzten Bäumen, die vor allem Heiligabend die Straßen blockierten. Der Ausbildungsstand und die weitere Qualifizierung von Kameraden auf Kreis- und Landesebene wurde von allen drei Wehrleitern als gut eingeschätzt. Die Kontinuität der Teilnahme an den Ausbildungsabenden lasse teilweise zu wünschen übrig. Als ein Grund wurden die oft weit entfernten Arbeitsorte genannt.

In den Gemeinden erwiesen sich alle drei Wehren als treue Partner bei der Gestaltung des gesellschaftlichen Lebens. Dorffeste, Traditionsfeuer, Fackelumzüge, Martinsfeste und viele andere Aktivitäten, bei denen die Blauröcke die Regie führen, wurden aufgezählt. Auf die Kürzung der Zuwendungen vom Land, die teils sogar ganz gestrichen wurden, ging der Wehrleiter von Jeggel, der an diesem Abend in das Beamtenverhältnis auf Zeit berufen wurde, sachlich ein.

"Allein die arme Gemeinde Groß Garz hatte für ihre vier Wehren mehr Geld für die Anschaffung von Uniformen und Technik zur Verfügung, als jetzt die sieben Wehren von Zehrental", so Falk Butnop. Seitens der anwesenden Gäste bedankte sich der Verbandsgemeindebürgermeister Reinhard Schwarz für das gezeigte Engagement der Kameradinnen und Kameraden und hob besonders deren Einsatzbereitschaft bei der Bekämpfung des Hochwassers hervor. Trotz der in diesem Jahr fehlenden eine Million Euro im Haushalt soll versucht werden, die wichtigsten geplanten Aufgaben für die Wehren zu realisieren. Die Ausschreibungen für das neue Tanklöschfahrzeug sei getätigt, und der geplante Einsatzleitwagen sei bestellt. Um die geforderte Ausrückezeit der Wehren zu gewährleisten, wurde von Schwarz auf die Bedeutung der Zusammenarbeit von benachbarten Feuerwehren hingewiesen. Diesen Punkt sah auch der anwesende Kreisbrandmeister Dieter Bolle, der gerade von dem Großbrand in Tangermünde kam, als ganz wichtig an. Vom Bürgermeister der Gemeinde Zehrental, Uwe Seifert, kam das Versprechen, auch weiterhin die Wehren so gut wie möglich zu unterstützen. Vom ehemaligen Abschnittsleiter Jens Rozynek gab es dann einen historischen Rückblick über die Feuerwehrarbeit in Groß Garz, in dessen Mittelpunkt das Wirken des ehemaligen Wehrleiters Detlef Eisenberg und dessen Stellvertreters Rüdiger Pichanski stand. Beide haben Feuerwehrgeschichte geschrieben und geben nun die Führungsstafette an die jüngere Generation ab. Für ihre zehnjährige Führungsarbeit wurden beide mit einer Urkunde und einem Gutschein geehrt. Die Kameraden André Fuchs und Alexander Missal haben die Nachfolge Eisenbergs und Pichanskis übernommen - zunächst kommissarisch. Die beiden sollen demnächst auch offiziell in ihre Funktionen berufen werden.

Den letzten Tagesordnungspunkt bildetete die Beförderung und Ehrung verdienstvoller Feuerwehrmitglieder. Befördert wurden Renè Butnop zum Oberlöschmeister, Falk Butnop zum Oberlöschmeister, Sandra Butnop zur Hauptfeuerwehrfrau, Maximilian Muhl zum Oberfeuerwehrmann, Jürgen Werner zum Feuerwehrmann, Heiko Hüttenrauch zum Hauptfeuerwehrmann sowie Martin Schulz und Nico Dennstedt jeweils zum Feuerwehrmann.

Auszeichnungen für langjährige Feuerwehrmitgliedschaft erhielten Dörte Brohse, Andreas Kretschmann Heiko Hüttenrauch und Christian Müller (10 Jahre), Frank-Udo Dennstedt und Mario Wagner (20 Jahre) sowie Uwe Heins, Gerd Reinecke, Andreas Paulicks, Rüdiger Lange und Karsten Hüttenrauch für ihre bereits 30-jährige Mitgliedschaft.

Ein gemeinsames Essen und ein Tanzabend bildeten den gelungenen Abschluss der Jahreshauptversammlung.