Osterburg (fsc). Abschied aus dem Berufsleben nach 42 Dienstjahren - man sah es Ute Kubitza an, dass ihr der letzte Tag in der DRK-Kindertagesstätte "Sonnenschein" nicht leicht fiel. Sie will in der Öffentlichkeit kein Aufhebens davon machen, bescheiden im Hintergrund bleiben. Vorne an stehen die Kinder. "Die sind für mich immer das Wichtigste gewesen", so Kubitza. Sie geht mit einem weinenden und einem lachenden Auge. Und ihren Kolleginnen ist an diesem Mittwoch ebenso zumute. "Ihr letzter Arbeitstag war der 8. März", berichtete Kita-Leiterin Kerstin Schütze. "Wir lassen Ute ungern gehen und werden sie sehr vermissen, gönnen ihr aber den verdienten Schritt in die Altersteilzeit, in der sie sich hoffentlich noch viele Wünsche erfüllen kann, zum Beispiel auf Reisen gehen, ihrer Computerleidenschaft frönen und bei guter Gesundheit Sport treiben."

Ute Kubitza, die in Polkern zu Hause ist, hatte ihre Tätigkeit als Erzieherin 1969 im Kindergarten Erxleben begonnen. 1970 wechselte sie in den Kindergarten "Jenny Marx" in Osterburg. Dann wurde 1985 im Neubaugebiet an der Golle der Kindergarten "Sonnenschein" eröffnet, der seit 1991 eine Einrichtung des DRK ist. Vom ersten Tag an gehörte Ute Kubitza dort zum Erzieherinnenteam. Und Heike Rix versichert: " Ich habe 30 Jahre mit Ute zusammengearbeitet. Sie war eine tolle Kollegin, die mit ihren Ideen viel Kreativität entwickelte und Spaß daran hatte, diese mit den Kindern umzusetzen." Und sie zeigte als eines von vielen Beispielen eine zusammen mit den Kindern gebastelte Eisenbahn aus Papier, in der Plüschtiere aus den Bummi-Heften saßen, wie die Giraffe, der lila Elefant, der Affe, und die kleine Maus.

"Ute hatte auch bei der Ausgestaltung der Räume prima Ideen eingebracht", ergänzt Kerstin Schütze, "und auch auf diese Weise werden wir immer an sie erinnert."

Die Nachfolge von Ute Kubitza hat Antje Bahlke angetreten, die bereits ein Jahr mit ihr zusammengearbeitet hat.