Nur noch wenige Wochen, dann richtet die Stadt Arneburg das 15. Altmärkische Heimatfest aus. Genau genommen sind es noch 50 Tage. Vom 13. bis 15. Mai sind Gäste willkommen. Das Grundgerüst des Programms steht.

Arneburg. "Das Festprogramm ist an sich rund", erklärt Stadtratsmitglied Martina Stockmann, die mit der Vorbereitung des Altmärkischen Heimatfestes betraut ist. Ziel ist es, dass bis zum Monatsende das komplette Programm steht. Schließlich soll das Festprogramm rechtzeitig öffentlich publik gemacht werden.

Dass das Programm bis nächste Woche steht, daran hat Martina Stockmann keinen Zweifel. Vieles ist bereits unter Dach und Fach. Mit vielen Künstlern hat die Stadt Verträge abgeschlossen. Die Darsteller kommen fast ausschließlich aus der Altmark beziehungsweise aus unserem Bundesland. Sogar das Sachsen-Anhalt-Orchester konnte für das Heimatfest gewonnen werden. Zudem präsentieren sich Vereine und Schulen aus der Region.

Erfreut ist Bürgermeister Lothar Riedinger darüber, dass sich auch das Theater der Altmark am Heimatfest in Arneburg beteiligt. Auf dem kleinen Markt werden Workshops angeboten, bei denen jeder mitmachen kann. Theaterintendant Dirk Löschner wird persönlich dabei sein.

Als einmalig und etwas Neues bezeichnet Riedinger den "Jugendpoint" beim Heimatfest. Der Schulsportplatz wird zum Jugendtreffpunkt. Am Freitag und Sonnabend werden Live-Bands spielen. Außerdem macht der Bus der Landespolizei dort Halt. An verschiedenen Ständen gibt es Informationen zur Berufswahl, aber auch zur Mode. "Wir werden so einmal etwas Neues ausprobieren", erklärt der Bürgermeister.

"Alles in allem wird es ein recht ansprechendes Programm"

Auch die Jüngsten werden nicht vergessen. Es wird für Kinder Angebote geben. So müssen die Mädchen und Jungen nicht die ganze Zeit neben ihren Eltern herlaufen. Sie entdecken eigene interessante Aktionen. "Alles in allem wird es ein recht ansprechendes Programm", fasst das Stadtoberhaupt zusammen.

Die Darbietungen auf den Bühnen in der Stadt sind weitestgehend abgesichert. Arbeit bereitet dem Festvorbereitungsstab aber noch der Festumzug. Zwei Bilder sind noch nicht komplett. Dabei handelt es sich zum einen um das Bild der Erbauung der Sankt Georgskirche. Es ist daran gedacht, dass auf dem Umzugswagen der heilige Georg im Kampf gegen den Drachen zu sehen ist. Dazu bedarf es aber noch eines Georg-Darstellers. Zudem muss noch einiges an Requisiten gebastelt werden. "Allein mit der Kirchengemeinde bekommen wir das nicht hin", erklärt Stadtratsmitglied Uwe Fenn.

Ein weiteres Bild, das noch der Hilfestellung bedarf, ist der Rückbau der Kernkraftwerksanlagen. Die großen Kühltürme sind bereits gebastelt. Auf einem großen Fahrzeug finden sie Platz und werden so am Festsonntag durch die Straßen der Elbestadt rollen. Gesucht wird aber noch jemand, der sich dieses Bild unter seine Fittiche nimmt und es weiter betreut. "Das ist für den Höhepunkt des Festes. Das muss stehen", macht Stockmann deutlich.

Die Stadträtin ist vom Erfolg der emsigen Vorbereitungen überzeugt. "Das wird ein tolles Fest. Alles wird gut", resümiert sie. Auch Petrus scheint den Festvorbereitungen der Arneburger wohlgesinnt zu sein. Wie Martina Stockmann recherchierte, wird es am Festwochenende schönes Wetter geben. Zumindest fand sie diesen Eintrag im Hundertjährigen Kalender.

Zahlreiche Gäste erwartet Bürgermeister Lothar Riedinger. "An diesem Wochenende finden in anderen Orten der Region kaum Veranstaltungen statt", berichtet er.

Interesse an einer Präsentation beim Heimatfest bekundet auch die Bürgerinitiative gegen das Steinkohlekraftwerk. Riedinger erwartet Ideen, mit denen sich die Initiative einbringen will. Diese sollten jedoch dem Charakter eines Heimatfestes entsprehen.