Deutsch (wsc/apu). In der neogotischen Kirche von Deutsch, die in diesem Jahr ihren 125. Geburtstag hat, fand am Sonntagnachmittag eine goldene Konfirmation statt.

Pastor Roland Jourdan aus Beuster erinnerte daran, dass diese Jubelkonfirmanden ihr Glaubensbekenntnis ablegten, als in Berlin die Mauer gebaut wurde. Für viele von ihnen stand damals die Frage, ob sie in ihrer angestammten Heimat bleiben sollten oder ihr Glück hinter der damals nahe gelegenen Staatsgrenze finden wollten. Fast alle erwiesen sich als standorttreu und haben in der Region ihr zu Hause gefunden.

Für die bereits sechs verstorbenen Frauen und Männer wurde jeweils eine Kerze auf dem Altar entzündet. In seiner Predigt zum Palmsonntag ging Jourdan auf die Salbung Jesus ein, die er in dem Ort Bethanien im Hause Simons, einem Aussätzigen, durch eine ihm fremde Frau erfahren hatte. Mit Lesungen und einem Rückblick waren Hedwig Nitzsche, die sich in Deutsch sehr für kirchliche Belange engagiert und selber zu den Jubelkonfirmanden zählte, sowie ihre Tochter Angela in den Festgottesdienst involviert.

Zu den Liedern erklang Musik von der Orgel, die in diesem Jahr noch überholt werden soll, gespielt von Kantor Friedemann Nitsch. Nach dem Abendmahl und der Erneuerung des Glaubensbekenntnisses trafen sich die Jubelkonfirmanden zusammen mit der Gemeinde im Vorraum der Kirche bei Kaffee und Kuchen.