Wahrenberg. Die Altmark liegt in der Mitte Deutschlands und ist trotzdem für viele Auswärtige ein unbeschriebenes Blatt. Um dies zu ändern und die Altmark über die Grenzen Sachsen-Anhalts hinaus bekannt zu machen hatten die IMG (Investitions- und Marketinggesellschaft) Sachsen-Anhalt und der Tourismusverband Altmark zu einer Pressereise eingeladen. Acht Journalisten von überregional erscheinenden Zeitungen und Zeitschriften hatten sich auf den Weg gemacht, um die nördliche Region Sachsen-Anhalts in einem mehrtätigen Besuch zu erkunden. Am Freitag machte die Reisegruppe im Altkreis Osterburg Station, genauer in Beuster, Wahrenberg und Losse.

Nachder Besichtigung der Schäferei Schuster in Beuster trafen die Pressevertreter am Nachmittag in Wahrenberg ein, wo sie von Hans-Joachim Hildebrandt, Bürgermeister der Gemeinde Aland, und Norbert Krebber, Mitbetreiber des Elbehofes, empfangen wurden. Hildebrandt brachte seine Freude über die öffentlichkeitswirksame Aktion der Pressereise zum Ausdruck und beschrieb die derzeitige politische Situation der Gemeinde. Bezogen auf den Tourismus meinte Hildebrandt, dass zu viele Besucher die Region einfach durchfahren, ohne sich genügend Zeit dafür zu nehmen.

NorbertKrebber und Susanne Bohlander stellten die nördliche Altmark, die am Elberadwegabschnitt R2 liegt, vor. Beide sind im Tourismus tätig, den sie hier als "sanften Tourismus" verstehen. Norbert Krebber hob hervor, dass dabei eine gute Mischung aus Bildung und Erholung wichtig sei, wie sie beispielsweise bei Seminaren auf dem Elbehof geboten wird. Susanne Bohlander erzählte, dass Gäste besonders die "Unverbautheit", das historische Baumaterial und die abwechslungsreiche Flora und Fauna schätzen. Diesen Eindruck bestätigte Susan Mücke. Die in Berlin lebende freie Journalistin war bei der Reise für die Frankfurter Rundschau tätig und zeigte sich beeidruckt von der "tollen Landschaft, den vielen Radwegen und den zahlreichen Wassersportmöglichkeiten." Angenehm und reizvoll wäre auch, dass die Altmark nicht übervölkert sei.

Dasheranziehende Gewitter machte eine kleine Planänderung nötig, sodass die Reisegruppe im alten Fährhaus im Café "Anne Elbe" einkehrten. Bei Kaffee und Kuchen informierte Thoralf Schaffer, Kreisveterinär und Hobby-Storchenexperte, über die Storchenpopulation in der Altmark. Die Altmark ist laut Schaffer die am dichtesten mit Störchen besiedelte Region Deutschlands. In Wahrenberg allein nisten derzeit 16 Storchenpaare, wovon sich die Journalisten beim anschließenden Dorfrundgang selbst ein Bild machen konnten. Schließlich stand auch Losse auf dem Programm der Journalisten. Auf dem Reiterhof Neulingen wurden die Gäste von den Inhabern Harriet Stoltenberg und Heinz Ratschmann begrüßt. Sie hatten vor zwei Jahren in Losse eine neue Existenz gegründet und bieten seitdem Reiterurlaub mit allen erdenklichen Möglichkeiten an. Beim Rundgang stellte Harriet Stoltenberg den Hof mit den verschiedenen restaurierten Kutschen vor. Für Entzücken, besonders bei den mitgereisten Journalistinnen, sorgte das in der Nacht zuvor geboren Fohlen im Stall des Reiterhofes. Schließlich stand für die Journalisten noch etwas ganz Besonderes an: eine Actionfahrt mit einer Marathonkutsche durch den Losser Wald. Die Friesenpferde Albert und Djourde kamen ordentlich ins Schwitzen, als sie mit den Journalisten im Schlepptau mehrfach durch die Natur galoppierten.

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