Gesundes Essen, regionale Produkte, nachhaltige Landwirtschaft stehen in diesen Tagen hoch im Kurs. Die beiden zweiten Klassen der Grundschule Flessau nahmen sich des Themas im Rahmen des Heimat- und Sachkundeunterrichts nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch an.

Flessau. An drei Montagen bestellten die 25 Kinder um ihre Klassenleiterinnen Antje Godehardt und Katrin Nikolka das Mittagessen der hauseigenen Schulküche ab, weil sie das, was sie selbst zubereiteten, natürlich auch essen wollten. Gestern ging es im Keller der Bildungseinrichtung besonders wuselig zu. Die Mädchen und Jungen bereiteten zum Abschluss nämlich ein wahres Festmenü zu, wozu das festliche Eindecken einer Tafel gehörte, an der neben den Nachwuchsköchen viele Muttis Platz nahmen. Muttis, die sich an den drei Tagen kräftig engagiert und dafür zum Teil sogar Urlaub genommen hatten, ließ Antje Godehardt wissen.

Die Klassenleiterin bedankte sich in dem Zusammenhang bei Birgit Apel, die drei Edeka-Märkte in der Region betreibt, die Aktion mit einer Ernährungsberaterin begleitete, für das gestrige Festessen alle Zutaten für Nudelsalat, Kartoffelspalten, Möhrenbuletten, Obstsalate oder Erdbeermilch-Shakes (um nur einiges zu nennen) sponserte und dazu Küchengerätschaften mitbrachte.

Angesichts der aktuellen EHEC-Diskussion wies die Unternehmerin darauf hin, dass neben dem Wissen um die Herkunft, Qualität und Zubereitung der Zutaten beim Erwerb des aid-Ernährungsführerscheins (aid steht für Land- und Hauswirtschaftlicher Auswertungs- und Informationsdienst; Anm. d. Red.) auch Hygiene und Sauberkeit am Arbeitsplatz eine wichtige Rolle spielen.

Ja, auch in ihren Märkten mache sich die Verunsicherung der Verbraucher bemerkbar. Selbst Gurken und anderes Gemüse aus kontrolliertem Anbau, sogar Produkte aus der Region würden deutlich weniger nachgefragt als in anderen Zeiten. Um keine Befindlichkeiten zu wecken, hatten sie und ihre Mitarbeiter gestern aber auch die Gurken von vornherein von der Speisekarte des Buffets verbannt. Indes war auch so für reichlich Abwechslung gesorgt.

Dass die Mühen um gesunde Ernährung fast im wahrsten Sinn des Wortes Früchte tragen, merkt Antje Godehardt unter anderem an den Gesprächen der Schüler, nicht zuletzt aber auch am gesunden Inhalt der Brotbüchsen.

Birgit Apel ergänzte, dass die Rolle eines liebevoll gedeckten Tisches (auch das lernten die Kinder in den vergangenen Tagen) eine wichtige Rolle bei der Ernährungskultur spiele. Eine ansprechende Tafel mache Lust auf eine gemeinsame Mahlzeit und gebe den Kindern Gelegenheit, sich mitzuteilen.