Die Freiwillige Feuerwehr Chüttlitz zählt derzeit 24 aktive Mitglieder. Im Vorjahr absolvierten sie sechs Einsätze. Daran erinnerte Ortswehrleiter Frieder Füger am Sonnabend während der Jahreshauptversammlung im Vereinsheim des Kleingartenvereins Flögsand.

Chüttlitz. Fast jeder Einsatz im Vorjahr sei ein besonderer gewesen. Am 26. Juni halfen die Chüttlitzer Kameraden, Wasser auf den Friedhof an der Lüneburger Straße zum Löschen zu kutschieren. "Mit unseren kleinen Fahrzeugen ging das", so Frieder Füger. Beim Waldbrand in Bombeck am 21. Juli waren die Chüttlitzer ebenso gefragt wie beim Brand im Seniorenheim Birkenhof in Salzwedel. Kurios sei der Einsatz am 28. Oktober bei einem Entstehungsbrand in Chüttlitz gewesen. Die Sirene heulte nicht, die Brietzer Kameraden seien eher vor Ort zum Löschen gewesen. Nach dem Beseitigen eines umgestürzten Baumes am Kreisel am Heiligabend bat die Bahn am 25. Dezember um Hilfe. "Wir halfen im Schichtdienst per Notstromaggregat, die Batterien aufzuladen, damit sich die Schranken schließen und öffnen konnten", sagte der Ortswehrleiter. Sonst hätte jeder Zug vor jedem Übergang halten müssen.

Derzeit gehören 24 Aktive, davon 6 Frauen, der Wehr an. Zudem gebe es 9 Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung sowie 26 fördernde Mitglieder. "Die Überalterung unserer Wehr ist im Moment nicht aufzuhalten", erklärte Frieder Füger. Im Vorjahr seien im Frühjahr und im Herbst Flyer an jeden Haushalt in Chüttlitz verteilt worden, um Nachwuchs für die aktive Truppe zu gewinnen. Die Reaktion sei gleich null. "Wir bleiben am Ball", versprach der Ortswehrleiter. Die Beteilung an der Ausbildung bezeichnete er als "recht und schlecht". Er erinnerte daran, dass nur gut ausgebildete Feuerwehrleute im Einsatzfall richtig handeln könnten. Hagen Jesuiter habe an der Vorbereitung zum Truppführerlehrgang teilgenommen. Diesen werde er hoffentlich in diesem Jahr erfolgreich beenden, so Frieder Füger. Die Atemschutzgeräteträger hätten die Übungsstrecke in Klötze absolviert und seien ein weiteres Jahr für den Einsatz zugelassen. Als wichtes Ereignis des Vorjahres hob er die 20-jährige Partnerschaft der Wehren Lübbow, Brietz und Chüttlitz hervor. Er hoffe auf weitere schöne gemeinsame Jahre. Traurig stimme ihn, dass die Ortswehr im Vorjahr nicht am Wettkampf in Henningen teilgenommen habe. "Das ist seit über 40 Jahren das erste Mal, dass Chüttlitz gefehlt hat. Hoffentlich kommen wieder bessere Zeiten", blickte er voraus.

Im vergangenen Jahr musste der digitale Fernwirkempfänger der Sirene erneuert werden, da dieser nicht mehr funktionierte. Kostenpunkt: 800 Euro.

Froh zeigte sich Frieder Füger darüber, dass die Wehr für 2011 zwei Lehrgangsplätze an der Landesfeuerwehrschule Heyrothsberge erhielt: Gabriele Hoffmann werde sich mit dem Kurs Einsatzplanung – Einsatzvorbereitung weiter auf die Aufgaben eines Wehrleiters vorbereiten. Lutz Rösler werde zum Gerätewart ausgebildet.

Geplant sei zudem die Ausbildung am "MANV-Container" in Salzwedel. Aber auch eine Frauentagsfeier, eine gemütliche Runde mit Schwein am Spieß, eine gemeinsame Übung mit Brietz und Lübbow sowie eine Busfahrt zur Flughafenfeuerwehr nach Halle-Leipzig seien geplant.

Während der Jahreshauptversammlung bat Gabriele Hoffmann darum, das Amt der Schriftführerin abzugeben. Ute Füger erklärte sich bereit, dieses zu übernehmen und somit die stellvertretende Ortswehrleiterin etwas zu entlasten. Einen Wechsel gab es zudem bei den Kassenprüfern. Während Carsten Füger noch ein Jahr die Zahlen prüfen kann, übergab Gabriele Kintscher die Aufgabe an Stefan Fanknowski.

Für langjährige Mitgliedschaft ehrte der Ortswehrleiter Hans-Jörg Kintscher, Manfred Kauffmann (beide 20 Jahre), Sabine Zander (30 Jahre) und Dieter Fanknowski (40 Jahre).