Die Abbendorferin Gisela Bode unterbreitete dem Diesdorfer Rat am Dienstag einen Vorschlag, um das Erlebnisbad attraktiver zu gestalten: Ein neues Volleyballfeld soll her. Jugendliche würden es in Eigenleistung errichten.

Diesdorf l "Außer auf der Wiese zu liegen, haben wir nicht viel im Bad, was die jungen Besucher anspricht", hatte Gisela Bode bei einem Besuch der Freizeitstätte beobachtet. Es gebe nur eine 25-Meter-Bahn zum Schwimmen. Ein Sprungturm sei ebenfalls nicht vorhanden.

Ein neues Volleyballfeld würde das Areal deutlich aufwerten, schilderte die Abbendorferin dem Rat. Einen entsprechenden Antrag habe sie am 20. August des Vorjahres an den Bürgermeister gestellt. Neun Tage später sei sie gemeinsam mit diesem und Rüdiger Lange aus Abbendorf im Freibad Hankensbüttel gewesen, um dort die zwei Volleyballfelder zu begutachten. Diese habe der Schwimmmeister selbst errichtet. "Ende Februar waren wir in unserem Bad, konnten uns aber nicht richtig über den Stellplatz einig werden", erklärte Gisela Bode den Zeitablauf. Zwei Tage später - da seien auch Volleyballer dabei gewesen, die ebenfalls Interesse an solch einem Feld haben - sei oben auf der Wiese ein Platz gefunden worden. "Die Jugendlichen wollen am liebsten gleich loslegen. Sie wollen vieles in Eigenleistung machen. Aber wir bräuchten noch etwas Geld fürs Material", fügte sie hinzu. Rüdiger Lange ergänzte, dass Drainage sowie Kies benötigt würden, um das Feld ordentlich zu gestalten. Geschätzte Kosten: gut 2000 Euro.

Ratsfrau Angelika Scholz lobte, dass sich Bürger Gedanken machen, wie das Bad attraktiver gestaltet werden könnte. "Die Eigeninitiative, die sicher junge Besucher anlocken würde, begrüße ich. Ich weiß aber nicht, wo wir das Geld hernehmen sollen", sagte sie. Rüdiger Lange entgegnete, dass solch ein Volleyballfeld nie wieder günstiger zu bekommen sei, auch dank der angekündigten Eigenleistung der Jugendlichen. Ziel sei es eigentlich, die Arbeiten bis zur Baderöffnung erledigt zu haben. "Habt ihr schon einmal nach Sponsoren gesucht? Damit es etwas billiger wird", wollte Ratsherr Ulf Knoblauch wissen. Das verneinte Gisela Bode, sagte jedoch zu, das nicht aus dem Auge zu verlieren.

"Bei einem Haushalt von gut einer Million Euro müsste es doch irgendwie zu machen sein, das Vorhaben zu unterstützen", merkte Ratsherr Michael Scholz an. Er befürworte das Projekt auf jeden Fall.

Ratsherr Detleff Bill fand "die Initiative klasse", vermisste aber ein Gesamtkonzept fürs Bad. Er regte an, dass der Sportverein mit an den Tisch geholt werde, um herauszufinden, ob dieser auch Wünsche für die Freizeitstätte habe, vielleicht ein Klein-Fußballfeld oder eine Minigolfanlage. Die anderen Ratsleute befanden, dass ein Volleyballfeld in jedes Konzept passen würde. Geld für anderes sei derzeit nicht vorhanden.

Während der Etatlesung machte Bürgermeister Fritz Kloß deutlich, dass 5000 Euro für die Unterhaltung des Bades geplant seien. Von dieser Summe könnte ein Teil für den Materialkauf verwendet werden. Dem stimmten die Ratsleute zu. Das sorgte für ein gejubeltes Dankeschön von Gisela Bode.