Salzwedel (aw) l Heinz Billing, Computerpionier und gebürtiger Salzwedeler, wird heute 100 Jahre alt. Dazu haben er und seine Familie neben zahlreichen Wissenschaftlern auch Salzwedels Oberbürgermeisterin Sabine Danicke sowie Stadtsprecher Olaf Meining eingeladen. Wie gestern bekannt wurde, sind Danicke und Meining der Einladung gefolgt und heute zu Gast im Wohnort Billings in Garching.

Billings Tochter Dorit Gronefeld sagte, ihr Vater freue sich, dass es nach seinem Besuch in Salzwedel im vergangenen Jahr nun einen Gegenbesuch gibt. Zu seinem Geburtstag wünsche sich Billing aber keine Geschenke. Vielmehr bitte er um Spenden, um damit ältere Menschen zu unterstützen, die in Not geraten sind.

Heinz Billing wurde am 7. April 1914 in Salzwedel geboren. Nach seinem Abitur am Jahngymnasium studierte er Mathematik und Physik. Mit nur 24 Jahren promovierte er 1938 im Fach Physik. Einen Namen als deutscher Computerpionier hat sich der Forscher vor allem durch die Entwicklung von Rechnern gemacht. So entwickelte er Anfang der 1950er Jahre mit dem Elektronenrechner G1 eine Maschine, die für damalige Verhältnisse eine erstaunliche Leistung von zwei Operationen je Sekunde ausführte. Inzwischen ist auch ein Preis für wissenschaftliches Rechnen nach ihm benannt. Der Salzwedeler Stadtrat beschloss im vergangenen Jahr, Heinz Billing zum Ehrenbürger Salzwedels zu ernennen. Am 12. August 2013 trug er sich bei einem Empfang in der Mönchskirche ins Goldene Buch seiner Geburtsstadt ein.