Arendsee/Halle. Seit Mitte Dezember ist die Mutter- und Kind-Kurklinik des DRK in Arendsee geschlossen. Die rund 60 Mitarbeiter wurden in den Urlaub geschickt. Doch wie die Volksstimme jetzt erfuhr, handelt es sich weder um eine Schließung der Einrichtung noch um Kurzarbeit. "Die Klinik macht Betriebsferien", erklärte dazu Pressesprecher Dirk Rohra vom DRK-Landesverband in Halle gestern auf Nachfrage.

"Nach betriebswirtschaftlichen Berechnungen war festgestellt worden, dass die geringen Belegungszahlen über die Feiertage keine Aufrechterhaltung des gesamten Klinikbetriebes rechtfertigen", machte er deutlich. Erfahrungsgemäß sei das Interesse der Mütter an Kuren mit ihren Kindern über Weihnachten oder den Jahreswechsel sehr gering. "Und es rechnet sich nicht, für etwa 20 Kurgäste 60 Mitarbeiter antreten zu lassen."

"Zeit genutzt für notwendige Renovierung"

Es habe vor zwei Jahren einen Versuch mit einer Kurbelegung mit Weihnachtsprogramm gegeben, der jedoch nicht den gewünschten Erfolg gebracht habe. Deshalb sei in diesem Jahr wie schon im Vorjahr das Haus zeitweilig geschlossen worden. Der erste Kurdurchgang reise am 18. Januar an.

"Aber die Zeit wurde genutzt für dringend notwendige Renovierungsarbeiten", informriete Dirk Rohra weiter. So seien die Zimmer mit einem frischen Farbanstrich versehen worden. "Außerdem ist das Dachgeschoss ausgebaut worden, um zusätzlichen Raum für zwei Großfamilien zu schaffen", sagte Rohra. Dabei handele es sich um zwei Appartements mit Platz für vier oder mehr Kinder und ihre Mütter. Sonst seien in dem Haus Drei - und Vierbettzimmer vorhanden. Für das Vorhaben waren Fördermittel vom Land geflossen. Damit kann die Auslastung der Klinik mit derzeit möglichen 62 Müttern mit rund 100 Kinder aufgestockt werden.

Im Mai 1996 war die Klinik im Kurgebiet eingeweiht worden. Inzwischen ist sie als Vorsorge- und Rehabilitationsklinik für Mutter und Kind ausgewiesen. In diesem Jahr kann 15-jähriges Bestehen gefeiert werden.