Diesdorf (ap). Die Bewohner der Seniorenresidenz Am Klostergarten Diesdorf waren während des fast 17-stündigen Stromausfalls in der Nacht zum Heiligabend und an dem Tag selbst ruhiger als das Personal. "Sie sagten, das sei wie im Krieg, nur ohne Schießen", sagt der Leiter Mario Krähe rückblickend. Der Notfallplan habe sofort gegriffen, das Zusammenspiel des diensthabenden Personals und der Mitarbeiter der Küche prima geklappt. Für die Beteiligten werde es eine besondere Anerkennung geben.

Warme Bockwurst habe eine ortsansässige Fleischerei geliefert. Auch die freiwillige Feuerwehr habe ihre Hilfe angeboten. "Mittags war immer noch kein Strom da. Da sind wir mit Brühpulver in Thermoskannen zum Gerätehaus gefahren", erinnert sich Mario Krähe. Die Wehr sei dann mit einer Gulaschkanone voller heißen Wassers zum Heim gekommen. "Wasser haben wir in Abbendorf geholt", berichtet Wehrleiter Mario Meier.

Die Betreuung der Älteren sei zu jeder Zeit gewährleistet gewesen. "Wir hatten noch 20 Grad Celsius im Haus, als der Strom pünktlich zur Bescherung wieder kam. Dieses ist top gebaut", sagt der Heimleiter.

Der Stromausfall habe den Kameraden gezeigt, dass das vorhandene Notstromaggregat leistungsmäßig nicht ausreiche, so Mario Meier. Das Gerät sei an das Fahrzeug gebunden. Es könne genutzt werden, um in der Garage und im Funkbereich für Strom zu sorgen. Der Versammlungsraum sei für die Einspeisung nicht vorbereitet. "Das wäre aber nicht unwichtig, denn dann könnten sich die Einwohner im Notfall hier treffen", fügte er hinzu. Eltern von Kleinkindern hätten sich während des Stromausfalls im Gerätehaus mit heißem Wasser versorgt.

"Ein größeres Aggregat für die Wehr wäre eine tolle Sache", unterstützt Mario Krähe den Gedanken, damit ein noch besserer Anlaufpunkt für den nächsten Fall der Fälle gegeben sei.

 

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