Nach 42 Berufsjahren ist Irmhild Ahlfeld jetzt im Ruhestand. Kinder, Eltern und Kolleginnen sagten ihr Dank für die liebevolle Betreuung und gute Zusammenarbeit.

Fleetmark l Irmhild Ahlfeld war mit Leib und Seele Erzieherin. Nun hat die 60-jährige Fleetmarkerin ihren Traumberuf nach 42 Jahren an den sprichwörtlichen Nagel gehängt und ist in die Ruhephase der Altersteilzeit eingetreten.

"Ich habe immer sehr gern mit den Kindern gearbeitet, es macht mir Spaß bis heute - aber einmal muss Schluss sein", erklärte sie bei ihrer Abschiedsrunde in der Kindertagesstätte Abenteuerland. Dann müsse man das Feld einfach Jüngeren überlassen. Ihre Nachfolge wird Andrea Schulz-Strömer antreten.

Eine freudige Überraschung gab es aber noch zum Schluss. Neben Abschiedsgeschenken von Verwaltung, Kolleginnen und Weggefährten, Dankesworten von Eltern, die sie einst selbst unter ihren Fittichen hatte, und Bürgermeistern überreichte ihr Dachdeckermeister Stefan Kaul eine 300-Euro-Spende. "Bei unserer Herz-für-Kinder-Aktion bei der Gewerbeschau, bei der Kupferherzen gedengelt wurden, kamen über 200 Euro zusammen", erklärte er. Seine Firma habe die Summe aufgestockt. Auch einen Blumenstrauß für Irmhild Ahlfeld gab es dazu. "Von dem Geld soll in der Kita eine Werkstatt für die Kinder im Blockhausstil entstehen", kündigte sie an.

Im August 1972 hatte sie nach der Ausbildung an der pädagogischen Fachschule in Magdeburg ihre erste Stelle im Kindergarten Groß Garz. Bei Inge Rummel habe sie dort das praktische Einmaleins der Kinderbetreuung gelernt. "Schon in der siebten Klasse stand für mich fest, was ich werden möchte", erinnerte sie sich. Der Beruf sei ihr in die Wiege gelegt worden. "Schon als Mädchen habe ich auf meinen Bruder und meine kleine Schwester aufgepasst." Mit den Jahren sei ihr die Arbeit mehr und mehr zur echten Berufung geworden.

Nach der Zeit in Groß Garz arbeitete sie in der Einrichtung in Rossau, ihrem Heimatort. 1992 kam Irmhild Ahlfeld mit ihrem Mann Klaus nach Fleetmark. Nach zwei Jahren Erzieherinnentätigkeit in der Kita übernahm sie 1994 die Leitung.

Nun endete die berufliche Karriere nach 42 Jahren. Zeit für Mann, Sohn und Enkel, Treffen mit Freundinnen und Verreisen stehe schon fest in ihrer Terminplanung. "Aber konkrete Pläne habe ich noch nicht - erst einmal warte ich ab, wie mir die Ruhe gefällt", betonte sie.