Salzwedel l "Die Ergebnisse können sich sehen lassen, alle zwölf Schülerinnen und Schüler haben den schulischen Teil der Fachhochschulreife oder die Hochschulreife erreicht", verkündet die Salzwedeler Jeetzeschule stolz auf ihrer Homepage. Zum ersten Mal schrieb dort ein Jahrgang die Abiturprüfungen. Und die Ergebnisse können sich zweifelsohne sehen lassen. Denn von den elf für die Prüfungen zugelassenen Schülern haben lediglich sechs bestanden.

Der Geschäftsführer der Jeetzeschule, Berthold Schulze, wollte sich nicht zum Zustandekommen des Resultats äußern. Nur so viel: "Wir wollen und werden die Abschlussquote verbessern", erklärt Schulze. Das ist auch dringend notwendig. Denn im Vergleich zur Jeetzeschule liegt die Durchfallquote bei den staatlichen Gymnasien im Altmarkkreis wesentlich niedriger. Am Jahngymnasium haben von 68 Schülern 63 das Abitur bestanden, in Gardelegen 62 von 69 Jugendlichen. Und Beetzen- dorf weist im Kreis mit 48 Abschlüssen bei 51 Prüflingen die beste Abschlussquote auf.

"Man hat gemerkt, dass wir der erste Abiturjahrgang waren. Die Lehrer mussten für uns den Stoff erst ausarbeiten. Am Gymnasium ist da wahrscheinlich mehr Routine drin", erklärt Daniel Hahn, der an der Jeetzeschule sein Abitur abgelegt hat. Er ist aber davon überzeugt, dass kommende Jahrgänge besser abschneiden. "Die jetzigen Zwölfer profitieren bereits von den Erfahrungen, die die Lehrer mit uns gemacht haben. Sie sind teilweise schon mit ihrem Wissensstand dicht an unserem."