Vor zwei Jahren feierte die Arendsee-Altmark-Classic mit etwa 50 Fahrzeugen Premiere. Zur dritten Auflage am Wochenende waren es schon 74 Oldtimer und Youngtimerfreunde, die in die Altmark kamen.

Arendsee l "Danke an meine vielen Helfer, aber auch meine Frau, dass sie mir so viel Zeit gegeben hat", sagte Gebhard Wolf vom Tourismusverein Arendsee am Sonnabend auf dem Marktplatz. Zusammen mit seinem Team hat er die dritte Arendsee-Altmark-Classic organisiert und war mit dem Ergebnis mehr als zufrieden. Immerhin waren diesmal schon 74 Teilnehmer mit wirklich sehenswerten Oldtimern und Youngtimern im Starterfeld. Zu den ältesten Autos gehörte der Citroën G 14 (Baujahr 1927) von Christian Streiter aus Kläden. Ein noch älteres Fahrzeug war kurz nach dem Start mit Motorschaden ausgeschieden.

Eröffnet wurde die diesjährige Ausfahrt von Sängerin Karin Roth, die für die Autoenthusiasten die Fahne schwenkte. Nach dem Start am Sonnabend ging die Reise in Richtung Salzwedel. Dort wurden sie in der Breiten Straße bereits erwartet. Der kurze Halt gab nicht nur Gelegenheit zum Verschnaufen, sondern beinhaltete auch die erste Prüfung. Jeder Teilnehmer musste 10er-Muttern zu einem Turm stapeln und hatte dafür 30 Sekunden Zeit.

Der nächste Stop war in Lübbow (Niedersachsen). Dort wollten die Veranstalter wissen, wann die ehemalige Grenze zwischen Hoyersburg und Lübbow eröffnet wurde. Die richtige Antwort war der 23. Dezember 1989. Am dritten Haltepunkt, dem Heidehaus in Nemitz, mussten Wappen verschiedenen Städten zugeordnet werden. Weitere Prüfungen gab es noch in Gartow und Ziemendorf, bevor die 74 Teilnehmer gegen 15.30 Uhr wieder den Luftkurort erreichten. Im großen Konvoi fuhren sie zum Arendseer Markplatz, um dort noch einmal ihre Fahrzeuge zu präsentieren.

Für Siegfried und Hannelore Thönert war es die dritte Ausfahrt mit ihrer roten Ente. Nach 1,5 Jahren Restauration war ihr Youngtimer aus dem Jahr 1988 wieder fahrtüchtig. Zuverlässig war ebenfalls der Adler Standard 6A (Baujahr 1931) von Gerhard Junge aus Späningen. Auch der umgebaute Trabant von Helmut Richter aus Lüchow fuhr zuverlässig. "Das war eine sehr schöne Tour heute, und ich freue mich schon auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr", sagte MZ-Fahrer Horst Guse aus Osterburg.

Gewinner des Tages waren Marco Reising mit seiner Frau Sabrina und Sohn Paul (2) aus Magdeburg. Sie gingen als Autopaten mit dem Youngtimer-Mercedes eines Freundes an den Start und erreichten die höchste Punktzahl nach sechs Prüfungen. Dafür gab es den großen Pokal, der von Gerhard Wolf und Norman Klebe überreicht wurde. Zur vierten Classic-Auflage am 25. Juli 2015 wollen sie wieder dabei sein.

   

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