Salzwedel. 162 Brieftauben konnten gestern im Salzwedeler "Eskadron" bestaunt werden. "Die Schau ist für uns immer ein willkommener Anlass, um in der Winterpause einmal zusammenzukommen und öffentlich für unser Hobby zu werben", sagte Monika Otte von der Reisevereinigung Altmark West Salzwedel und Umgebung e.V. Die Sportfreunde betreuen derzeit 21 Taubenschläge.

Die Preisrichter Franz Hose und Manfred Schäffer beurteilten die ausgestellten Tiere. Dabei vergaben sie für Kriterien wie den Gesamteindruck, den Knochenbau, die Form und Festigkeit des Rückens, die Muskulatur sowie für die Qualität des Gefieders Punkte. Den besten Standardvogel stellten Hermann und Holger Gose aus Leetze. Das beste Standardweibchen kam aus dem Ziemendorfer Kinderschlag, dem Cindy und Fabienne de Vries sowie Ute und Gustav Schmid anhören. Die Gesamtwertung gewann zum zweiten Mal hintereinander der Nachwuchs, der sich seit vier Jahren mit dem Hobby beschäftigt.

Das Faszinierendste sei, wenn die Tauben von einem Preisflug wieder ankommen, schilderte Monika Otte. Sie selbst empfängt ihre Tiere im Schlag und belohnt sie mit Erdnüssen für die tollen Leistungen. "Das ist für die Tiere wie ein Bonbon für Kinder, ein besonderes Lob", verglich die Züchterin aus Jiggel. Jedem, der neu anfangen wolle, müsse klar sein, dass er 365 Tage im Jahr für die Tauben da sein müsse. Die Schlaganlage und die Elektronik koste eine Menge Geld. An die ersten Jungtauben würden Interessenten sicher auch über den Kontakt zu langjährigen Züchtern herankommen. "Es gibt viele Sportfreunde, die bereit sind, Jungtauben an Neulinge zu verschenken."

Gestern schaute sich auch der 13-jährige Nils Schulze aus Salzwedel interessiert im "Eskadron" um. "Ich züchte seit drei Jahren Kingtauben. Ich finde es faszinierend zu sehen, wie sich die Tiere entwickeln", sagte er. Sein Opa Fritz Reising findet es bemerkenswert, wenn sich junge Leute mit solch einem Hobby beschäftigen. Dabei würden sie lernen, Verantwortung für andere Lebewesen zu tragen.

Die Sieger und Platzierten konnten gestern ebenso wie die Teilnehmer der Reiseflug-Meisterschaft (die Volksstimme wird darüber noch berichten) die Pokale entgegen nehmen.