Die Hansestadt Salzwedel könnte bald um eine touristische Attraktion reicher sein. Neben dem Freibad soll ein Hochseilgarten entstehen. Allerdings steht der Standort noch nicht fest.

Salzwedel l Geht es nach Heinz Josef Hack, könnte im Frühjahr des kommenden Jahres ein Hochseilgarten in Salzwedel eröffnet werden. Als potenzieller Investor schaute sich der 61-Jährige am Montag in der Nähe des Freibads und der Skateranlage am Dämmchenweg um. "Mit dem Gelände links vom Skaterpark könnte man einiges machen. So eine Anlage ist in zehn Wochen gebaut", erklärte Hack. Der frühere Extremkletterer, der bereits einen Hochseilgarten in Bad Bevensen betreibt, hat bereits konkrete Vorstellungen. "Der Klettergarten sollte drei bis vier Stationen und zwei echte Highlights wie einen Tarzansprung und eine 100 bis 200 Meter lange Seilbahnabfahrt haben. Denn besonders die Jugend sucht so einen Kick", sagte der Hamburger.

Doch Heinz Josef Hack ist mit seinen Plänen schon einen Schritt weiter. "Ich wäre sofort dafür, schnellstmöglich so eine Anlage hinzustellen. Doch wir müssen zunächst die Voraussetzungen schaffen", berichtete Andreas Gödecke gestern im Volksstimme-Gespräch. Zusammen mit Robin Bierstedt vom Salzwedeler Skateverein Good Foot SB hatte er die Idee, einen Hochseilgarten in der Hansestadt zu bauen, aufgegriffen und Kontakt mit Heinz Josef Hack aufgenommen.

Kosten zwischen 50000 und 100000 Euro

"Da Herr Hack bereits einen Hochseilgarten betreibt und die Kletterei als Hobby sieht, wäre es natürlich wünschenswert, ihn mit seinem Fachwissen als Betreiber an Bord zu haben", so Andreas Gödecke. Dafür müssten allerdings die finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden. Zwischen 50000 und 100000 Euro würde so ein Kletterpark je nach Ausstattung kosten. Eine finanzielle Beteiligung wollte Heinz Josef Hack gestern nicht ausschließen. "Doch um das Geld aufzutreiben, würde ich sicherlich einige Zeit brauchen", stellte er klar.

Die Zeit sieht Andreas Gödecke jedoch nicht als Problem. Befinde man sich mit den Planungen doch ganz am Anfang. "In den nächsten Tagen werde ich mich mit Vertretern der Stadtverwaltung zu einem Vor-Ort-Termin treffen. Danach wissen wir dann genau, wie viel Platz wir haben und können schauen, was möglich ist", sagte der Salzwedeler.

Ein Hochseilgarten könnte als weitere Möglichkeit auch mithilfe eines sogenannten Franchise-Systems entstehen. "Es gibt Firmen in England und Frankreich, die Hochseilgärten errichten und auch das Personal schulen. Dafür werden sie über einen gewissen Zeitraum am Gewinn beteiligt", informierte Gödecke.

Er äußerte gestern Abend allerdings Zweifel, dass der Platz an der Skateranlage für einen, wie von ihm gewünschten, großen Kletterpark ausreicht. "Es muss sich für einen Investor im Endeffekt auch wirtschaftlich rechnen. Mit einem kleinen Hochseilgarten würde das sicherlich schwierig werden." Als alternativen Standort schlug er ein Areal in der Nähe des Märchenparks vor. "Allerdings müssen wir erst noch mit der Stadtverwaltung sprechen, inwiefern das möglich ist", so Gödecke.

Einigkeit herrscht darüber, dass der Kletterpark möglichst naturnah gestaltet werden soll. "Ich persönlich mag diese Metallgerüste nicht, wo man auf verschiedenen Ebenen über- und untereinander klettert. Ein hölzerner Hochseilgarten ist doch viel schöner", berichtete Heinz Josef Hack, der mit 4000 bis 6000 Besuchern pro Jahr rechnet.

 

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