Arendsee (hrä) l Ronald Pitt Krüger aus Arendsee feiert in diesem Jahr ein Jubiläum: Seit 20 Jahren startet er beim Triathlon, und das nicht nur in Arendsee, sondern in ganz Deutschland. Mit 33 Jahren absolvierte er 1994 seine Einstiegstour beim Jedermann-Triathlon in Wischer: 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen.

"Ich hatte mit unserem Familienwohnwagen ein Jahr zuvor dort gecampt und dem Treiben zugeschaut", erinnert er sich. "Da stand für mich fest: im nächsten Jahr bist du dabei." Dann habe er intensiv trainiert. Und wurde Vorletzter unter 40 Teilnehmern.

"Mein erstes Rennrad hatte noch einen Stahlrahmen und war entsprechend schwer", blickt Krüger zurück. Und auch sein Schutzhelm war eine Rarität: "Ich hatte einen ehemaligen Polizei-Motorradhelm auf, auf dem ein großes A prangte", erzählt er lachend. Für einen Anfänger wie ihn genau passend.

Sportlich schon in Kindertagen vorgelegt

Dabei hatte er sportlich schon in Kindertagen vorgelegt: Laufen war seine Leidenschaft. Langstrecken lagen ihm besonders. Er war erfolgreich bei Kreis-Spartakiaden und Sieger über 3000- und 5000-Meter-Strecken. Später startete er bei Rennsteigläufen. Außerdem spielte der junge Mann Fußball bei Traktor Bertkow, für Arneburg-Krusemark und Krevese.

"Als ich vor 20 Jahren in Wischer durchhielt - der Weg ist das Ziel -, war ich vom Triathlon-Virus infiziert", bekennt Krüger. Von da an ging es überallhin, wo es Triathlon gab. Mittlerweile hat er alle Distanzen absolviert und wurde 1999 sogar Ironman, der erste in der Altmark. 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und 42 Kilometer Laufen bewältigte er in 13 Stunden, 54 Minuten und 2 Sekunden. Dieser Spitzenleistung schlossen sich weitere Deutsche Meistertitel an.

Um seine Sportbegeisterung weiterzugeben an den Nachwichs, hob er 1995 die Osterburger Triathlonfüchse aus der Taufe und initiierte 1997 den Arendsee-Triathlon, zuerst als Testlauf, ab 1998 findet er jährlich statt.

Was ihn antreibt, immer noch selbst aktiv zu sein? "Der Sport pustet mir den Kopf frei von allen Gedanken an den Job", macht Krüger klar. Er ist pädagogischer Chef von drei Kinder- und Jugendeinrichtungen. Und weil ihm das beim Triathlon nicht genug ist, geht er Bergsteigen: In Nepal, Georgien und Equador erklomm er schon 5000-er Berge.

"Zum Glück hält meine Frau es trotzdem noch mit mir aus", fügt er mit dem ihm eigenen Grinsen hinzu.