Salzwedel l Bis auf eine Geschwindigkeitsüberschreitung hat sich die 27-jährige Melanie K.* noch nichts zu Schulden kommen lassen. "Das ist mir sehr unangenehm", gab die Angeklagte während der Verhandlung gegen sie am Dienstag zu. Die junge Frau hatte am 21. April 2014 auf der Arendseer Straße in Salzwedel betrunken einen Unfall gebaut und musste sich deshalb vor dem Amtsgericht wegen fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung verantworten.

Gleich zu Beginn der Verhandlung gestand die Salzwedelerin die Tat, versuchte aber mit Unterstützung ihres Verteidigers ihren Aussetzer zu begründen.

"Meine beste Freundin war nach langer Zeit mal wieder in der Heimat", erklärte sie. Mit ihr traf sich die 27-Jährige an dem besagtem Abend. Sie tranken an verschiedenen Orten Alkohol und landeten schließlich in der Wohnung der Angeklagten. Dort sollte dann auch die Freundin schlafen. Allerdings wollte sie partout nach Hause und Melanie K. habe sich von ihrer Bekannten breitschlagen lassen, zu fahren.

"Wir haben uns angeschaut, gelacht und dann hat es auch schon gekracht", beschrieb K. den Auffahrunfall auf der Arendseer Straße, bei dem die Beifahrerin eines VW Passat leicht verletzt wurde. Das war gegen 4.15 Uhr. Knapp zwei Stunden später hatte die Angeklagte im Krankenhaus noch 1,67 Promille Alkohol im Blut.

"Ich wäre aus eigenem Antrieb nie gefahren. Aber von der besten Freundin lässt man sich dazu überreden", sagte die 27-Jährige.

Letztlich senkte das Gericht das Strafmaß des ersten Strafbefehls. 45 Tagessätze zu je 13 Euro Geldstrafe und eine zehnmonatige Führerscheinsperre kostet Melanie K. die Alkoholfahrt.

*Namen geändert