Die Drachenbootpläne vom modernen Trainingszentrum liegen auf Eis. Selbst der Wasserleitungsbau für einen Sanitäranschluss über das Strandbadgelände fiel zum zweiten Mal im Fachausschuss durch.

Arendsee l Als Aushängeschild und Tourismusmagnet ist der Stadt der Drachenbootverein Red Dragon aufs Höchste willkommen. Erst Ende August ging das 5. Drachenbootrennen Arenddrago mit Bravour und einem Riesenbesucherandrang über die Bühne.

Doch der 2012 aus der Taufe gehobene Verein unter Vorsitz von Maik Grimm hat mit Schwierigkeiten zu kämpfen: Bereits im Frühjahr dieses Jahres beantragte er bei der Stadt den Bau von Wasserleitungen zu ihrem Vereinsdomizil. Das befindet sich auf dem hinteren Strandbadgelände in einem ehemaligen Sanitärgebäude aus DDR-Zeiten. Von ordentlichen Sanitäranlagen kann dort indessen keine Rede sein. In ihren ersten Arbeitseinsätzen richteten sich die Vereinsmitglieder dennoch hier ihr Objekt her. Es entstanden Aufenthaltsraum und Umkleide sowie ein kleiner Bootslagerschuppen. Auch die Slipanlage am Ufer bauten sie selbst und vervollständigten diese im September mit einem eigenen Steg.

Aber mit dem Wasseranschluss, Voraussetzung für das Betreiben eines Trainingszentrums, geht es nicht voran. In Eigeninitiative waren, abgestimmt mit der Luftkurort Arendsee GmbH, schon einmal die Gräben ausgehoben worden (wir berichteten).

Aber nachdem der Eigenbetriebs- und der Wirtschaftsförderungsausschuss die Arbeiten zum Verlegen der Leitungen bereits im April wegen Klärungsbedarf von der Tagesordnung abgesetzt hatten, passierte Ende September das Gleiche.

Im nicht öffentlichen Teil der Sitzung des neuen Fachausschusses versagten die Mitglieder dem Vorhaben erneut ihre Zustimmung. Über die Gründe drang diesmal nichts nach außen. Auch nicht über die am Tag darauf eilig einberufene interne Beratung zwischen Vereinsvorstand, Ausschussvorsitzendem Jens Reichardt und Bürgermeister Norman Klebe.

Fest steht aber, dass das Thema in der nächsten Ausschusssitzung am Montag, 13. Oktober, erneut auf die Tagesordnung gesetzt wird. Vereinschef Maik Grimm ist zurzeit auf Angeltour in Norwegen, sein Vize Henry Wundes kommentierte das Vorgehen nicht. "Wir müssen abwarten, was entschieden wird", meinte er nur.

Das größere Bauvorhaben zur Schaffung eines modernen Trainingszentrums, dessen Pläne Anfang des Jahres vorgestellt worden waren, liegt indessen auf Eis. Das Finanzkonzept steht noch nicht, ein Bauantrag ist nicht in Sicht. Die Frage ist, ob das Projekt in die bestehende Bauleitplanung im sensiblen Strandareal passt.