Ziemendorf (ap) l Viereinhalb Stunden Hoffen und Bangen hieß es am Sonnabend für ein Elternpaar aus Ziemendorf. Sie hatten um 14.15 Uhr ihren 24-jährigen Sohn bei der Polizei als vermisst gemeldet. Der junge Mann habe sich in einer psychischen Ausnahmesituation befunden, hätte Suizid angekündigt und sei mit Verletzungen im Bereich der Pulsadern in ein etwa 15 Hektar großes Maisfeld gelaufen. Das teilte die Polizei gestern mit.

Kräfte des Polizeireviers Salzwedel und Kameraden der freiwilligen Feuerwehren aus Arendsee und Ziemendorf suchten nach dem Vermissten. Dabei wurden sie von Mitgliedern der Rettungshundestaffeln des Deutschen Roten Kreuzes aus Stendal, Haldensleben und Wanzleben unterstützt, die sechs Suchhunde und einen Mantrailer-Hund einsetzten. Zudem kreiste ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera über dem Maisfeld.

Um 18.40 Uhr entdeckten die Helfer den 24-Jährigen am Maisfeldrand und übergaben ihn den Rettungskräften. Der Ziemendorfer wurde mit einem Rettungswagen zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus Seehausen gebracht.

Die Polizeibeamten sind den beteiligten 25 Feuerwehrleuten und den Mitgliedern der Rettungshundestaffeln "für ihre professionelle Unterstützung der Suchmaßnahmen und die hervorragende Zusammenarbeit" sehr dankbar, schrieben sie im gestrigen Pressebericht nieder.