Ortstermin in der Salzwedeler Straße: Der verwilderte Graben muss geräumt werden. Offen ist, durch wen: die Stadt oder den Unterhaltungsverband Jeetze. Doch ob das die Lage der Grundstücke auf der anderen Seite entschärft, ist fraglich.

Arendsee l "Der Graben an der Salzwedeler Straße ist nicht in unserem Kataster der Gewässer zweiter Ordnung verzeichnet", erklärte gestern Nachmittag Geschäftsführer Uwe Heinecke vom Jeetze-Unterhaltungsverband. "Aber es ist kein starres System, die Zuständigkeit kann sich auch einmal ändern", räumte er beim Ortstermin mit Arendsees Bauamtsleiter Gert Reckling ein.

Straße liegt wie ein Damm zwischen Haus und Wiese

Allerdings stellte er auch fest, dass der Graben keine entscheidende Rolle bei der Entwässerungsproblematik der Grundstücke auf der gegenüberliegenden Straßenseite habe. Diese lägen wesentlich tiefer. "Es sei denn, es führen Drainagen zwischen Graben und Grundstück unter der wie ein Damm gelegenen Fahrbahn hindurch", schätzte er ein.

Bei der Überprüfung fand er einen gemauerten Durchlass auf der Grabenseite. Aber ob die Verbindung zum Gully auf der anderen Seite noch bestehe oder versandet sei, konnte er auf die Schnelle nicht einschätzen. "Wir müssen das genmauer prüfen", meinte er.

Das sah auch Reckling so. Weiter vorn sei in den 1990er Jahren eine Entwässerungsleitung gelegt worden, die zur Klostermauer führe. Seitdem stehe zumindest die große Wiese nicht mehr jährlich unter Wasser.

Doch bei den Grundstücken ist die Situation anders: Bereits zweimal war das Anwesen der Familie Porath bei den Starkregenfällen überflutet worden. Toni Porath hatte sich an den Bauausschuss um Hilfe gewandt (Volksstimme berichtete).

"Das viele Wasser dort kam aber aus der anderen Richtung und hätte durch den Graben gar nicht wegfließen können", so Heinecke. Er suchte gestern zusammen mit Reckling nach einer Lösung des Problems.