Dähre/Kleistau l Ratsmitglied Torsten Barthel kämpft schon seit Jahren um eine bessere Straßenanbindung von Wendischhorst nach Kleistau. Denn derzeit ist das Fahren in den Wohnort nur über eine huckelige Pflasterstraße mit Löchern sowie einigen Betonspurplatten möglich. Im nächsten Jahr soll der langgehegte Wunsch endlich umgesetzt werden.

"Wir haben die Chance, einen ländlichen Weg von Wendischhorst über Kleistau nach Hohendolsleben ausgebaut zu bekommen", sagte Bürgermeister Harald Heuer am Montag während der Ratssitzung im Dährer Gemeindebüro. Dafür solle es eine Förderung von 70 Prozent der Netto-Summe geben. "Die Mehrwertsteuer muss die Gemeinde allein tragen", machte er deutlich. Die Kosten für den Ausbau der etwa zwei Kilometer langen Verbindung würde auf etwa 310.000 Euro brutto geschätzt, nannte der Bürgermeister eine Zahl. Der Gemeindeanteil würde sich auf etwa 130.000 Euro belaufen.

"Mehr als 70 Prozent Förderung kriegen wir nicht", merkte Ratsherr Klaus Schulz an und fragte gleich in die Runde: "Reicht das Geld, um das bauen zu können?" Harald Heuer gab die Eckdaten der Zuweisungen und Investitionspauschale weiter, die die Gemeinde nach bisherigen Schätzungen im nächsten Jahr erhalten werde. "Im Vergleich zu diesem Jahr werden es wohl 6500 Euro weniger sein. Damit wären wir noch gut bedient", sagte er.

In diesem Jahr sei wenig investiert worden. "Dadurch haben wir Geld gespart, weil wir einige Vorhaben nicht umgesetzt haben", schilderte der Bürgermeister.

Die Ratsleute sprachen sich einstimmig für den Bau des ländlichen Weges aus. Das Ja solle es ermöglichen, so schnell wie möglich die Planung voranzutreiben und das Projekt auszuschreiben, "damit die Kosten, die wir tragen müssen, möglichst gering bleiben", merkte Harald Heuer an. Über den genauen Zeitpunkt lasse sich jetzt noch nichts sagen, fügte er hinzu.

Als weitere Aufgabe sahen die Ratsleute die Sanierung der Straße Holzhausen-Wiewohl. Der Bürgermeister hatte bereits Kostenschätzungen eingeholt: "Eine einfache Oberflächenbehandlung würde etwa 30.000 Euro kosten, das Aufbringen einer vier Zentimeter starken Decke mit etwa 110.000 Euro zu Buche schlagen." Klaus Schulz äußerte Bedenken, dass bei einer neuen Decke über kurz oder lang die Risse wieder durchkommen würden. Ratsherr Michael Olms blickte in die Geschichte der Verbindung zurück: Ursprünglich habe es sich um einen einfachen Sommerweg gehandelt, über den mal eine Bitumenschicht gezogen worden sei. "Da gab es nie einen ordentlichen Unterbau. Egal, wie wir jetzt entscheiden: Ich denke, die Straße wird uns über die Jahre mal auf die Füße fallen", machte Michael Olms deutlich.

Harald Heuer will bei Fachleuten noch einmal nachfragen, ob es Sinn mache, Bitumen aufzuspritzen und Split darauf zu verteilen. Diese Variante beobachte er auf vielen Fahrbahnen. "Ob das geeignet ist für unsere Straße, kann ich nicht beurteilen", fügte er hinzu.